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Thema: Roulette System Thomas Garcia "Tiers et Tout"

  1. #1
    Casinospieler Avatar von Roulette
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    Standard Roulette System Thomas Garcia "Tiers et Tout"

    Das Roulettesystem des Thomas Garcia
    Siehe auch Garciasystem

    "Viele Jahre war Thomas Garcia wohl der gefürchtetste Spieler, der besonders
    in Bad Homburg und Monte Carlo sagenhafte Gewinne machte, mit seinem System
    TIERS - ET - TOUT (ein Drittel und Alles). Dabei kann man diese Satztechnik
    kaum "System" nennen. Er spielte stets gegen die gewinnende Chance und setzte
    zunächst ein Drittel seines Kapitals und im Verlustfall den Rest. Sobald
    die Bank also zweimal hintereinander gewann, hatte er ein Kapital verloren.
    Diese Satztechnik basiert also auf Intermittenzen (Chancenwechsel). Solange
    eine Chance nur ein- oder zweimal erscheint, vermehrte sich sein Spielkapital
    bei jedem Coup um ein Drittel. Eine Dreierserie bringt den Verlust des
    Kapitals."

    Nicht selten tritt eine Einfache Chance beim Roulette phasenweise nur vereinzelt
    oder in Form von Zweierserien auf. Das Spielkapital erhöht sich dann
    enorm schnell mit der Garcia-Strategie. Allerdings ist es taktisch besser,
    die einzelnen Kapitalmassen dreigeteilt zu riskieren, so dass auch die
    Dreierserie bei der Gegenchance noch keine Gefahr darstellt. Die Gewinnstrecken
    können bei dieser gestreckten Form der Garcia-Spielweise enorm lang
    anhaltend sein, wobei die Gewinne aber nicht mehr so steil ansteigen.

    Nachfolgend die Progressionstabelle für Garcia-Sätze mit
    Dreiteilung:

    Roulette System Thomas Garcia "Tiers et Tout"
    Roulette System Thomas Garcia "Tiers et Tout"
    Roulette System Thomas Garcia "Tiers et Tout"
    Roulette System Thomas Garcia "Tiers et Tout"



    Quelle: Kurt Tepperwein, Das große Buch der Roulette-Systeme (Band I), "Das System des Thomas Garcia"

  2. #2
    Casinospieler Avatar von Roulette
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    Analyse der Garcia-Strategie und Satztechnik "Tiers et tout" (Ein Drittel und der Rest)

    Oberflächlich betrachtet erscheint das Konzept des legendären Roulette-Millionengewinners Thomas Garcia sehr simpel. Er hatte einfach eine unglaublich lange Glückssträhne und viel Reservekapital - sagt man im Nachhinein. Andererseits trieb er mehrere kapitalstarke Spielbanken nahezu in den Ruin. Es fehlte nicht viel, dann hätte Garcia die traditionelle Spielbank in Bad Homburg komplett "kaputt" gespielt. Das Casino in Monte Carlo verlor zeitweise ebenfalls einen großen Teil der Kapitalreserven.

    Analysiert man die Garcia-Satztechnik "Tiers et tout" etwas tiefgründiger, dann eröffnet sich dem Roulette-Tüftler ein sehr ausbaufähiger Ansatzpunkt zur Ergebnisverbesserung beim Roulette. Das ursprüngliche Drittel/Zweidrittel-Prinzip mit schrittweiser Überlagerung bis zum Maximum lässt sich in verschiedener Form optimieren (z.B. Streckung auf drei oder mehr Versuche je Kapitalmasse, phasenweise Streckung von zwei auf drei und mehr Versuche je Masse) und mit komplexeren Märschen bzw. Tendenzanpassungen kombinieren. Die verfeinerte Garcia-Spielweise ist ebenfalls nichts anderes als ein Variables Paroli, denn die Gewinnsätze werden nicht komplett stehen gelassen und in nur einem Versuch neu riskiert, sondern durch Stufenüberlagerung auf zwei oder mehr nachfolgende Satzcoups aufgeteilt. Der stets drohende Zwischenverlust wird somit ganz bewusst mit einkalkuliert. Die Satztechnik ist darauf zugeschnitten und kann durch die gestreckte Überlagerung mehr vereinzelte Minuscoups in kurzer Abfolge absorbieren. Problematisch bleibt im Anfangsverlauf lediglich die Zweier-oder höhere Minusserie.

    Wendet man die Garcia-Taktik jedoch in der flacher gestreckten Form an (möglichst sogar inclusive dem Abschöpfungsverfahren mittels "Reservefond" - nach einigen erfolgreichen Stufen ist das ursprüngliche Risikokapital nicht mehr im Spiel) und verbreitert die Überlagerungsstufen nach und nach, dann kann man im späteren Verlauf der optimierten Garcia-Progression auch 3er oder sogar 4er Minusserien überbrücken, ohne dass die ursprüngliche Kapitalmasse verloren geht. Natürlich stößt man bei diesem Abflachungsverfahren nicht mehr in wenigen Stufen bis in den Maximumbereich vor, aber man kann über sehr lange Permanenzstrecken erfolgreich im Spiel bleiben und wird deutlich seltener die sogenannten "Platzer" erleben. Dieses Verfahren des überlagerten Anwachsens kleiner Anfangs-Kapitalmassen lässt sich zudem mit einer stufenweisen überlagerten Erhöhung der Ausgangsmassen kombinieren. Auf diese Weise ergibt sich eine sehr mächtige Progression, bei der die Bezeichnung "Variables Paroli" (in Kombination mit kurzstufiger Verlustprogression) zutreffend ist.

    Bei einer gestreckten Garcia-Variante könnte es z.B. drei Satzmöglichkeiten je Progressionsstufe geben. Trifft man direkt im ersten Versuch, entwickelt sich der weitere Verlauf anders, als wenn man im zweiten oder dritten Versuch der Stufe trifft. Die Kapitalreserve kann in einem Fall ausreichend hoch sein, um den ersten Drittelsatz (oder Viertel-Einsatz bei größerer Streckung) bereits mit erhöhtem Einsatz tätigen zu können. Im anderen Fall (Treffer erst im zweiten oder dritten Satz der Garcia-Satzstufe) kann es teilweise zur Stagnation oder geringerem Ansteigen der Einsätze kommen. Das Teilparoli bleibt somit variabel und nicht starr berechenbar.

  3. #3
    Casinospieler Avatar von FreedomMan
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    Das "System" tiers-et-tout ist doch nur eine simple Martingale mit Abbruch nach der zweiten Stufe ....

  4. #4
    Casinospieler Avatar von Roulette
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    Das "System" tiers-et-tout ist doch nur eine simple Martingale mit Abbruch nach der zweiten Stufe ....
    Auf den ersten Blick ja. Genauer hingeschaut ist es mehr. Eine Kombination aus Verlustprogression (zweistufige Martingale) und flacher Gewinnprogression. Im Gegensatz zur ursprünglichen Martingale-Progression riskiert man nicht Haus und Hof, um ein Minimumstück zu gewinnen. Im Gegenteil: Mit drei Minimum-Stücken kann man bis in die oberen "tiers-et-tout"-Stufen gelangen und sehr hohe Gewinne einfahren.
    Thomas Garcia hatte damals zwei Spielbanken an den Rand des Ruins gespielt. Die Gewinnphasen hielten monatelang an und die Casinos wurden um mehrere Millionen erleichtert. Er starb zwar später arm, aber das ist eine andere Geschichte. Interessant ist dass die Garcia-Strategie überhaupt so lang anhaltend die Spielbanken in Schwierigkeiten bringen konnte.

    :hut:

  5. #5
    Casinospieler Avatar von FreedomMan
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    Stimmt natürlich!

    Ich hatte bloß auf die Sätze geschaut, nicht aber darauf, dass das gewonnene Kapital sofort wieder dem Spielkapital zugeschlagen wird, so dass sich das "tout" und damit natürlich, wenn es läuft, die Gewinne laufend erhöhen.

  6. #6
    Casinospieler Avatar von Singer
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    Ist der Garcia nich am Schluß pleite gewesen?

  7. #7
    Casinospieler Avatar von Roulette
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    Zitat Zitat von Singer Beitrag anzeigen
    Ist der Garcia nich am Schluß pleite gewesen?
    Stimmt. Aber das hat er gemeinsam mit vielen anderen Millionengewinnern (darunter auch langjährig erfolgreiche Roulette Kesselgucker, Poker-Profis, Firmengründer, Pop-Stars usw.), die keine Rücklagen gebildet hatten. Jeder von denen hätte einen ausreichenden Teil endgültig aus dem "Spiel" nehmen können. Das Garcia System funktioniert nicht endlos lange. Es ist mehr der Turbo für die längeren Glückssträhnen zwischendurch. Schlecht gespielt ziehen solche winning streaks so gut wie ungenutzt an dir vorbei. Mit einer möglichst passenden Kapitalisierung der Spielgewinne, kombiniert mit einer Verlustprogression zur Überbrückung nicht all zu langer Minusserien lässt sich aus einem lang anhaltenden Gewinnlauf das maximal Mögliche heraus holen. Wenn es geklappt hat fordert man das Schicksal natürlich nicht immer wieder neu heraus (wie Garcia), sondern investiert die Kohle ganz woanders.

    Nachfolgend weitere Infos über Garcia, die damals in der Rollenden Kugel veröffentlicht wurden.

    Garcia
    Der tollkühnste und erfolgreichste Spieler aller Zeiten und sein System "Le Tiers Et Tout"

    Garcia - ein Name, der in der Spielerwelt zu einem von Legenden umwobenen Begriff geworden ist und heute noch an allen Spieltischen mit Ehrfurcht genannt wird. Mit 23 Jahren kam der aus Barcelona gebürtige Spanier als Reisender einer Korkfabrik nach Paris. Sein ganzes Vermögen betrug nicht mehr als 10.000 Franken. Hier trat er in einen Club ein, in dem hoch hasardiert wurde, und gewann durch sein kühnes Spiel bald beträchtliche Summen.

    Es war nur selbstverständlich, dass Garcia bald in den Spielbanken Westdeutschlands auftauchte, von denen die Zeitungen anhand von Beispielen berichteten, dass man dort im Handumdrehen riesige Summen gewinnen könne. Am 24. August des Jahres 1860 erschien Garcia als Unbekannter erstmals im Casino von Homburg. Sein Aussehen bot nichts Eigenartiges und niemand beachtete ihn. Mit seinem Knebelbart und seinem kleinen, gedrungenen, zur Fülle neigenden Körper erinnerte er ein wenig an Napoleon III. Nur seine Kleidung war auffallend. Er trug ein gestricktes Hemd und ein kleines Diamantkreuz, das wie ein Orden wirkte, in Wirklichkeit aber ein Phantasieschmuck war. An seinen Fingern und Hemdknöpfen funkelten Brillanten. Wenige Wochen nach seiner Ankunft in Homburg war Garcia der Held des Tages und erlangte internationale Berühmtheit. Sein tolldreistes Spiel rief unter den Direktoren der Bank, die er wiederholt sprengte und in arge Bedrängnis brachte, eine wahre Panik hervor. In verschwenderischer Fülle beschenkte ihn die launische Glücksgöttin. Victor Silberer, in seinem interessanten 1897 erschienen Buche "Vom Grünen Tisch in Monte Carlo" und Egon Caesar Conte Corti in seiner aktenmäßigen Darstellung "Der Zauberer von Homburg und Monte Carlo" geben eine eindrucksvolle Schilderung der glorreichen Kämpfe Garcias gegen die Bank von Homburg, an die wir uns im folgenden halten.

    Garcia kam nie allein in den Spielsaal. In seinem Gefolge befand sich auch seine Geliebte, eine bildhübsche Blondine. Er spielte selten Roulette sondern meist Trente-Et-Quarante, ein Kartenspiel, das dem Spieler zwei einfache Chancen für seinen Einsatz bietet. Damals war gerade das Maximum, das ein Spieler setzen konnte, auf 12.000 Franken und für alle Spieler zusammen auf 30.000 Franken herabgesetzt worden. Garcia setzte stets nur den Höchstbetrag und ließ außerdem seine Freundin und seinen angeblichen Bruder auf die gleiche Chance mitsetzen, so daß er mit seinen Helfern stets die Maximalsumme von 30.000 Franken erreichte. Am ersten Tage gewann Garcia 28.000 Franken, am zweiten 169.000, am Tage darauf 110.000, um am 27. August nicht weniger als 329.000 wieder zu verlieren. Aber Garcia gab nicht nach. Am 28.August gewann er in einer Stunde 26.0000 Franken, verlor wieder 44.000, um Tags darauf neuerdings 240.000 Franken zu gewinnen.

    Fortsetzung in Kürze

  8. #8
    Casinospieler Avatar von Roulette
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    Um diese Zeit war es, wo zum ersten Male sein Name durch alle Blätter ging und der Engländer John Bury den denkwürdigen Kampf gegen ihn aufnahm, in dem aber der Brite eine furchtbare Niederlage erlitt. Mr. Bury hatte nämlich die Behauptung aufgestellt, das bisherige unwahrscheinliche Glück Garcias könne nicht weiter fortdauern, es müsse eine Wendung eintreten und der Spanier werde alles Gewonnene wieder verlieren. Das wollte der schlaue Engländer ausnützen. Das Geld des Spaniers sollte anstatt in die Kassen der Bank in seine Taschen wandern, und zwar auf die einfachste Weise der Welt. Er postierte sich Garcia gegenüber und setzte stets genau die selbe Summe wie dieser, jedoch auf die Gegenfarbe.

    Die Bank hatte an diesen Tagen nur die Handlangerarbeit bei dem Spiele dieser beiden Matadore zu verrichten, sie konnte von keinem etwas gewinnen, denn was der Eine verlor, wanderte regelmäßig zum Anderen. Das sonderbare Duell wurde bald an allen Spieltischen bekannt und die meisten Spieler ließen ihre Partie im Stich, um den großartigen Kampf beizuwohnen. Dieser wurde zur Dinerstunde abgebrochen und nach dem Mahl mit erneuter Heftigkeit wieder aufgenommen. Er endet nachts beim Schlusse der Bank mit einem Verlust von 96.000 Franken auf Seiten des exzentrischen Engländers, der erklärte, an diesem einen Versuch vollauf genug zu haben, denn das Glück des Spaniers scheine in der Tat unüberwindlich zu sein. Im ganzen war Garcis hoch im Gewinn, da blieb er plötzlich aus, und die Bank wollte schon ihr Geld endgültig verloren geben, war aber doch einigermaßen erleichert bei dem Gedanken, der Tollkühne sei für immer weggefahren.

    Doch wenige Tage später, am 9.September, erschien er wieder. Er setzte sich an den Trente-Et-Quarante-Tisch und gewann in einem Zuge 300.000 Franken, um am selben Tage nur 56.000 wieder zu verlieren.

    Tags darauf, es war der 10.September, hatte Garcia Pech. In sechstündigem Spiel, währenddessen unter atemloser Spannung aller Zuschauer Gold und Banknoten vor ihm bald zu großen Haufen anschwollen, bald wie Schnee an der Sonne dahinschmolzen, verlor er nicht weniger als 457.000 Franken (damals etwa 400.000 Mark). Aber er hörte immer noch nicht auf, gab sich noch keineswegs geschlagen, und es gelang ihm, am 11.September 178.000 wieder zurückzugewinnen.

    In einem Bericht des hessischen Verwaltungsamtes, das mit der Überwachung der Spiele beauftragt war, an die landgräfische Regierung spiegelte sich Garcias Spiel und die Erregung des Publikums deutlich wider. Es hieß darin wörtlich: "Es ist kein Spiel mehr zu nennen. Bald räumt Garcia den ganzen Tisch ab, und es wird am selbigen Tage von der Bank nichts mehr auf demselben aufgelegt, bald zieht die Bank ihn aus, so daß er genötigt ist, sich Geld bei seinem Bankier in Frankreich zu holen, um des folgenden Tages dieses Treiben von neuem zu beginnen. Der Zudrang zu dem betreffenden Spieltische ist nicht zu beschreiben und das Gedränge so groß, dass es nicht möglich ist, die öffentliche Ordnung zu handhaben, wie denn auch gestern dem Employe Boulier hierbei seine Uhr samt Kette aus der Tasche gestohlen wurde."

    Fortsetzung in Kürze

  9. #9
    Casinospieler Avatar von Klaus007
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    Das Problem bei dieser Spielweise ist das Timing beim Aufhören oder spielte Garcia immer nur mit 1-2?

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