Die niederländische Glücksspielaufsichtsbehörde Kansspelautoriteit (KSA) hat Maßnahmen gegen eine Reihe von lizenzierten Betreibern ergriffen. Den Grund dafür lieferten verschiedene Verstöße gegen das geltende Glückspielgesetz. Alle Vergehen seien im Vorfeld der WM 2022 entstanden, teilte das KSA mit.

Zwei Betreiber wurden verwarnt, weil sie Wetten auf die Anzahl gelber Karten bei Fußballspielen angeboten hatten. Das niederländische Recht verbietet das Wetten auf bestimmte Ereignisse in Spielen, da diese als anfällig für Spielmanipulationen angesehen werden.

Ein anderer Betreiber wurde wegen Verstoßes gegen ein Verbot der Verwendung von Prominenten zur Förderung von Glücksspielen abgemahnt. Eine Reihe bekannter Niederländer war in einer Anzeige zu sehen, die für eine Veranstaltung warb, wobei das Logo des Betreibers die ganze Zeit zu sehen war.

Das niederländische Recht besagt, dass der Name oder das Logo eines Glücksspielunternehmens nicht in derselben Kommunikation wie das Bild, die Stimme oder der Name eines Vorbilds verwendet werden darf. Nachdem er von der KSA wegen des Verstoßes kontaktiert worden war, zog der Betreiber die Werbekampagne zurück.

An anderer Stelle wurde ein Glücksspielbetreiber verwarnt, weil er ein illegales Glücksspiel mit einem Hauptgewinn von 2,5 Millionen Euro angeboten hatte. Obwohl der betreffende Betreiber eine Lizenz in den Niederlanden besitzt, deckte diese Genehmigung das Glücksspiel nicht ab. Die KSA sagte, die Bedingungen des Spiels seien nun so geändert worden, dass es in Übereinstimmung mit den Lizenzbedingungen des Betreibers angeboten werde.

Bei allen Vergehen verzichtete die KSA darauf, den jeweiligen Betreiber öffentlich an den Pranger zu stellen.