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Thema: Phil Ivey will sein Geld vom Borgata wieder

  1. #1
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Phil Ivey will sein Geld vom Borgata wieder

    Phil Ivey sorgt abseits der Pokertische für mehr Aufsehen als durch sein eigentliches Profispiel. Der talentierte Spieler hat sich beim Baccarat so einige Millionen gesichert, was den Casinos missfällt. Unter anderem hat er im Borgata von New Jersey 12 Millionen Dollar gewonnen, weil das Casino ein defektes Kartendeck verwendet hat. Die Betreiber nennen Ivey einen Betrüger, der wiederum beruft sich auf die Verantwortung des Casinos solche Fehler zu vermeiden. In erster Instanz bekam Ivey aber kein Recht, das Borgata durfte seinen Gewinn einbehalten.

    Doch Ivey gibt sich nicht geschlagen und verklagte das Casino nun wiederum wegen Rufschädigung und er will neben seinem Gewinn noch Schmerzensgeld haben. Seine Anwälte sind schon heiß gelaufen und argumentierten damit, dass das Borgata um den Fehler hätte wissen müssen. Ivey selbst konnte keine Manipulation an den Karten vornehmen, er bemerkte lediglich den Fehler auf der Rückseite und nutzte diesen zu seinem Vorteil aus.

    Ivey ist von seiner Unschuld überzeugt und will diesen Rechtsstreit gewinnen. Der Prozess zieht sich nun schon seit 2012 einige Jahre hin und ist in Sachen Baccarat nicht sein einziger. Betrügen sei nicht seine Natur, er verwende lediglich eine legitime Strategie die auf Fehlern der Kartendecks beruht.

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  3. #2
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Ich sehe hier drei Parteien, das Casino, den Kartenhersteller und Ivey. Schuld hat für mich in erster Linie der Kartenhersteller, denn er hat die Charge vorher nicht mit Scannern auf Fehler kontrolliert. In zweiter Instanz ist das Casino dran, denn auch das hat keine Überprüfung vor dem Einsatz vorgenommen. Iveys Verhalten ist zwar nicht die ganz feine Art, aber er bediente sich nur dieses Vorteils, wozu auch schon einiges an Geschick gehört.

  4. #3
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Phil Ivey muss zahlen

    Der Rechtsstreit von Phil Ivey und dem Borgata Casino von Atlantic City hat ein Ende gefunden. Schon im Oktober wurden dem Pokerspieler die Gewinne aus der Baccarat-Session aberkannt. Dem folgte nun ein Entscheid, dass eine Strafe an Borgata gezahlt werden muss. Mit dabei in die Schuld genommen wird Ivey´s Partnerin Cheung Yin Sun, welche an den Abenden beteiligt gewesen war.

    Scherzhaft nannte man sie schon die „Queen of Edge Sorting“, doch genau dieser Trick wird nun beide teuer zu stehen kommen. Das Borgata Hotel Casino & Spa wurde von den beiden theoretisch um Millionen erleichtert. Vom zuständigen Gericht wurde dafür eine Strafe von 10,13 Millionen Dollar verhängt.

    Im Wesentlichen geht es um die 9,626 Millionen Dollar, welche das Duo nach vier Sessions an den Baccarat-Tischen in 2012 eingenommen hatte. Phil Ivey hatte darüber hinaus noch 504.000 Dollar beim Craps mitgenommen. Der Richter stimmte dabei zu, dass die Gewinne vom Baccarat beim Craps nicht hätten verwendet werden dürfen. Sie waren unrechtmäßig erworben.

    Das war in der kurzen Zeit einfach zu viel Gewinn und somit klagte die Marina District Development Co LLC, das Hauptunternehmen des Borgata AC Casinos, die Summe wieder ein. Abseits der eigentlichen Gewinnsumme, gab es keine zusätzliche Geldbuße für Ivey und Sun. Seitens des Borgata´s hatte man nämlich noch auf mehr als 5,4 Millionen Dollar an erwarteten Gewinnen gehofft. Plus fast eine Viertel Million wegen etwaigen Vergünstigungen.

    Gemeint sind damit die Comp-Punkte, welche Ivey durch seine hohen Einsätze erspielt hatte. Diese könnte er sich als VIP in geldwerte Vorteile umwandeln lassen. Ob er hier gewinnt oder Verluste macht, trägt nichts zur Sache bei. Schließlich hätte es auch dazu geführt, dass andere Spieler vom Borgata Casino angezogen worden sind. (zumindest theoretisch)

  5. #4
    Casino Tester Avatar von Casoni
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    Standard

    Das Casino hätte vielleicht eine Mitschuld bekommen müssen, weil ungeeignete Karten verwendet wurden und der Fehler viel zu spät bemerkt wurde. Heutzutage beschäftigen solche Spielcasinos viele Angestelle extra nur zum Überwachen und Analysieren von Spielabläufen. Die sitzen da wie im Regieraum mit dutzenden Bildschirmen und decken die meisten kleineren Gaunereien problemlos auf. Bei den richtig großen Fällen wurde dann wohl der sprichwörtliche Wald vor lauter Bäumen übersehen.

  6. #5
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Kartenhersteller muss $26,80 an Strafe zahlen

    Wir erinnern uns zurück an Phil Ivey und seinen Vorfall vom „Edge Sorting“ im Borgata Casino. In 2012 gelang es ihm damit theoretische 9,6 Millionen Dollar zu gewinnen. Als Basis diente ihm dafür ein Produktionsfehler des Kartenherstellers Gemaco.

    Während seinen Fall vor Gericht verlor, geriet Gemaco in Vergessenheit. Doch war auch das Unternehmen vom Borgata Casino angeklagt worden. Schließlich wollte man seine Verluste, die nicht nur durch Ivey entstanden sind, zurückerhalten. Tatsächlich kam es nun zu einer Verurteilung von Gemaco. Das zuständige Gericht entschied 26,80 Dollar müssen gezahlt werden. Tatsächlich, es handelt sich hierbei nicht um einen Schreibfehler oder Aprilscherz.

    Gemaco durfte angesichts dieses „aufgebrummten Bußgeldes“ wieder ruhig schlafen können. Ursprünglich verlangte man insgesamt 10 Millionen Dollar (Phil Ivey´s Fall mit einbezogen). Schließlich ermöglichten die defekten Karten erst das Edge Sorting beim Baccarat.

    Vor Gericht ließ man fünf der sechs Anklagepunkte fallen. Am Ende verblieben nur noch die Kosten für den Ersatz der verwendeten Karten. Stolze 26,80 Dollar! Über Fairness muss hier wohl nicht debattiert werden.

    Schachspieler muss teuer nachzahlen

    Zur selben Zeit ereignete sich auf europäischem Boden eine andere Frechheit. Der Spanier Francisco Vallejo Pons ist als erfolgreicher Schachprofi bekannt. Weil es ihm die Denksportarten schon immer angetan hatten, versuchte er es zwischenzeitlich auch an den Pokertischen.

    2011 setzte er dabei eine gewisse Summe ein, verlor jedoch alles wieder. Real ergab sich sogar ein kleinen Minus für ihn. Doch mit seinem Ausflug in die Pokerwelt ging das spanische Finanzamt davon aus, er habe 1 Million Euro an Gewinnen erzielt. Dafür wurde er 2016 mit einer Steuernachzahlung von 500.000 Euro belangt.

    Zwar konnte er seine Verluste nachweisen, aber das interessierte die Beamten nicht. Denn was die Spieler ausgaben, zog der Fiskus nicht vom Gewinn ab. Denn zum damaligen Zeitpunkt galten noch sehr veraltete Steuergesetze. Heute sieht es anders aus, aber das schützt Pons nicht vor der Nachzahlung.

    "Mehr als eine halbe Million, weil ich gepokert und verloren habe. Das scheint wie ein makabrer Scherz, ist es aber nicht. Es wird zu einem Schneeball, der dich am Ende erdrückt!“ So konnte man es auf seiner Facebookseite nachlesen.

  7. #6
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Cool, das ist mal ein Schadensersatz. Hoffentlich meldet Gemaco nicht gleich Insolvenz an. Fein raus aus der Sache, obwohl ihr Fehler die Basis von allem war.

  8. #7
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Borgata will Ivey´s Firmenkonten pfänden

    Wenngleich das zuständige Gericht so entschieden hat, will der Pokerspieler Phil Ivey einfach nicht zahlen. Es geht um über 10 Millionen US-Dollar, welche er dem Borgata Casino schuldet. Da man ihn selbst nicht zur Kasse bitten kann, will der Betreiber nun die Firmen des Pokerprofis greifbar machen.

    Dieser Rechtsstreit soll in die Revision gehen. Das Marina District Development LLC muss aber erst einmal diese Phase erreichen. Schon vorher will das Borgata die Konten von Ivey leer räumen.

    Seine damalige Komplizin Cheung Yin „Kelly“ Sun und Phil Ivey sind zu 10,13 Millionen Dollar verdonnert worden. So die Gerichtsentscheidung von Ende August. Die Spielbank beantragte in New Jersey, dass das ursprüngliche Urteil nun auch in Nevada verwendet werden darf.

    In New Jersey hat Ivey kein Geld liegen. In Nevada beteiligt er sich jedoch an vier Firmen und besitzt eine Eigentumswohnung. Pfändbares Material, wenn die Richter mitspielen.

  9. #8
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Es ist auch ziemlich ruhig um Ivey geworden. Hat er sich irgendwohin abgesetzt? War er bei der WSOP zu sehen?

  10. #9
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Phil Ivey erhält Rückendeckung durch zwei Kollegen

    Der Streit zwischen dem Poker-Profi Phil Ivey und dem Borgata Hotel Casino & Spa brodelt immer noch. Nun dachte sich der Betreiber, er könne einfach die WSOP-Gewinne des Spielers einbehalten. 124.410 Dollar sind zwar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber immerhin ein Druckmittel. Doch Ivey bekommt Rückendeckung durch zwei andere Spieler.

    Diese haben ihn nämlich „gestaked“. Also eine teilweise Finanzierung des Buy Ins bei Turnieren, um später an potentiellen Gewinnen beteiligt zu werden. Dies betrifft Daniel Cates (Jungleman) und den High Stakes Spieler Illya Trincher. Ivey erhielt Geld von ihnen und trat damit beim „$50.000 Poker Players Championship“ der diesjährigen Pokerweltmeisterschaft an. Mit Erfolg, wodurch er die genannte Summe erzielte.

    Doch die zwei Spieler erhielten bislang nicht ihre versprochenen Anteile. Weshalb sie nun rechtliche Schritte gegen das Borgata Casino eingeleitet haben sollen.

    Ivey schuldet dem Betreiber über 10 Millionen Dollar. Doch dieser weigerte sich bislang zu zahlen und war in den Medien kaum noch zu sehen. Weil das Borgata aber einen Rechtsanspruch auf die Summe erhielt, durfte die WSOP das Preisgeld einbehalten. Es soll an den Gerichtsvollzieher übergeben werden.

    Der Deal zwischen Cates, Trincher & Ivey

    Angeblich einigten sich die drei Spieler auf folgende Regelung. Sollte Ivey verlieren, muss er Cates und Trincher das Buy In von 50.000 Dollar zurückerstatten. Bei einem Preisgeld versprach ihnen Ivey 50 Prozent der Gewinne, nach Abzug des Buy Ins. Demnach stehen Cates und Trincher weit mehr als 80.000 Dollar zu.

    Um gegen das Borgata Casino zu klagen, haben die beiden eine Anwaltskanzlei namens „Chesnoff and Schonfeld“ beauftragt. Diese sind auf Glücksspiel-Streitigkeiten spezialisiert und vertraten schon Ivey vor Gericht.

    Als Beweise führen Cates und Trincher ihren Chat-Verlauf an, welcher zum Staking führte. Damit wollen sie ausreichend belegen können, rechtmäßig an Ivey´s Gewinnen beteiligt zu sein.

    So einen gesonderten Fall gab es vor Gericht wohl noch nie. Der Ausgang ist deshalb ungewiss und das Urteil zugleich wegweisend für ähnliche Rechtsstreits.

  11. #10
    Casino Tester Avatar von Casoni
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    Zitat Zitat von Shinobi Beitrag anzeigen
    Als Beweise führen Cates und Trincher ihren Chat-Verlauf an, welcher zum Staking führte. Damit wollen sie ausreichend belegen können, rechtmäßig an Ivey´s Gewinnen beteiligt zu sein.
    So einen gesonderten Fall gab es vor Gericht wohl noch nie. Der Ausgang ist deshalb ungewiss und das Urteil zugleich wegweisend für ähnliche Rechtsstreits.
    Ein Chat-Protokoll als Nachweis für die Mitfinanzierung der Turnier-Startgebühr? Bin mal gespannt, ob das vom Gericht als ausreichend anerkannt wird.

  12. #11
    Casino Tester Avatar von MRausch1985
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    Zitat Zitat von Casoni Beitrag anzeigen
    Ein Chat-Protokoll als Nachweis für die Mitfinanzierung der Turnier-Startgebühr? Bin mal gespannt, ob das vom Gericht als ausreichend anerkannt wird.
    Warum nicht ?
    Es müßte nur irgenwie nachgewiesen werden das tatsächlich die betreffenden Personen das geschrieben haben. (und nicht jemand anderes)

  13. #12
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Erstens der Nachweis des Geschriebenen und von wem es stammt. Zweitens Kontoauszüge, welche die Finanzierung von Ivey durch die anderen zwei bestätigen. Hoffentlich waren sie nicht so blöd und haben das mit Bargeld geregelt.

  14. #13
    Casino Tester Avatar von Casoni
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    Zitat Zitat von WinningJack Beitrag anzeigen
    Hoffentlich waren sie nicht so blöd und haben das mit Bargeld geregelt.
    Oder mit Bitcoins. Wäre aber nicht ganz so anonym wie Bargeld, weil es die Schnittstelle zur Außenwelt geben muss. Spätestens bei irgend einer Abhebung.

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