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Ergebnis 1 bis 9 von 9

Thema: USA: Evolution mit illegalen Aktivitäten erwischt

  1. #1
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard USA: Evolution mit illegalen Aktivitäten erwischt

    Die Evolution AB sieht sich mit Vorwürfen einer US-amerikanischen Anwaltskanzlei konfrontiert. Es geht dabei um illegale Aktivitäten in Märkten und Ländern, welche derzeit unter US-Sanktionen stehen, bspw. dem Iran.

    Wie Bloomberg berichtet, erhob Ralph Marra, Senior Counsel der in New Jersey ansässigen Anwaltskanzlei Calcagni & Kanefsky, die Anschuldigung in einem Brief an die staatliche Abteilung für Glücksspieldurchsetzung. Evolution ist in New Jersey lizenziert und muss die staatlichen Vorschriften einhalten, die von den Lizenzinhabern verlangen, „guten Charakter, Ehrlichkeit und Integrität“ zu demonstrieren.

    In einem E-Mail-Kommentar an Gambling Insider behauptete das Unternehmen, dies getan zu haben, und sagte: "Evolution hält sich strikt an alle geltenden Gesetze und Vorschriften."

    Aber Marra scheint etwas anderes vorzuschlagen. In seinem Brief behauptet er, Privatdetektive zu vertreten, die von einem Konkurrenten des schwedischen Glücksspielgiganten beauftragt wurden. Diese erklären, an Live-Dealer-Spielen in Singapur und Hongkong teilgenommen zu haben, wo Online-Glücksspiele verboten sind.

    In seinem Kommentar gegenüber Gambling Insider wies Evolution jede Verantwortung zurück und erklärte: „Als B2B-Anbieter hat Evolution Kundenbeziehungen zu Glücksspielbetreibern, die wiederum die Beziehungen zu den Endnutzern besitzen.“ Daraus folgt, dass Evolution keine Kontrolle über die Betreiber hält, da sie nicht im Besitz des Anbieters liegen.

    „Wir haben keine direkte Beziehung zum zugrunde liegenden Spieler und sind nicht am Umgang mit dem Geld der Spieler beteiligt. Wir verkaufen lizenzierte und zertifizierte Spiele an lizenzierte Betreiber und Aggregatoren“, heißt es in der Erklärung weiter.

    Das in Stockholm ansässige Unternehmen Evolution ist während der Corona-Pandemie erheblich gewachsen und hat sich auf Live-Glücksspiele spezialisiert. Evolution hat jedoch aufgrund dieser neuesten Nachrichten einen Marktwert von etwa 3 Milliarden US-Dollar verloren.

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  3. #2
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Evolution wehrt sich gegen Vorwürfe aus den USA

    Evolution Gaming wies Vorwürfe zurück, dass seine Produkte in Ländern erhältlich sind, die US-Handelssanktionen unterliegen. Gemäß dem Entwickler, stammen die Behauptungen von einem anonymen Dritten, der darauf abzielte, das Geschäft zu diskreditieren.

    Nachdem die Anwaltskanzlei Calcagni & Kanefsky LLP mutmaßliches Fehlverhalten gegenüber der New Jersey Division of Gaming Enforcement gemeldet hat, erklärte Evolution die Grundlagen seines Geschäftsmodells, seiner Verantwortlichkeiten sowie Betriebspraktiken.

    Evolution bekräftigte, dass es eng mit Regulierungsbehörden und Betreibern zusammenarbeitet, um Tools zu unterstützen und bereitzustellen, welche das Spielen aus bestimmten Ländern blockieren, einschließlich solcher auf US-Sanktionslisten.

    Für Spieler in diesen Ländern – darunter Syrien, Sudan und Iran – würde der Zugriff auf die Inhalte von Evolution „ausgeklügelte technische Manipulationen“ erfordern. Es sei diese Art der Manipulation, welche den Eindruck erwecke, ihre Produkte seien auf diesen Märkten zugänglich, behauptete sie.

    Evolution vermutet die Verwendung eines virtuellen privaten Netzwerks (VPN). Dies erweckte den Eindruck, dass sich ein Spieler in einem Land befindet, in dem seine Produkte verfügbar sind, und nicht in einem, das von seinen Systemen blockiert wird.

    Diese Verbindung sei erst nach mehreren Verbindungsversuchen direkt von der ursprünglichen IP-Adresse aufgebaut worden, so Evolution. Der Entwickler fügte hinzu, dass seine Partner über gültige Lizenzen für die Märkte verfügen müssen, in denen seine Produkte angeboten werden. Bis heute hat sich Evolution B2B-Lizenzen in mehr als 20 Gerichtsbarkeiten gesichert.

    Da das Unternehmen nicht mit Spielern oder deren Geldern in Kontakt kommt, liegt es an seinen Casino-Partnern. Diese allein entscheiden, welche Spieler akzeptiert werden. Die Anschuldigungen führten an der Börse zu einem Kursrutsch. Mittlerweile konnte sich das Wertpapier von Evolution wieder leicht erholen.

  4. #3
    Casinospieler Avatar von Emulator
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    Zitat Zitat von Shinobi Beitrag anzeigen
    Da das Unternehmen nicht mit Spielern oder deren Geldern in Kontakt kommt, liegt es an seinen Casino-Partnern. Diese allein entscheiden, welche Spieler akzeptiert werden.
    Diese Aussage ist sicherlich richtig, aber genauso gut könnte die New Jersey Division of Gaming Enforcement darlegen, dass Evolution die Zusammenarbeit mit OCs beenden könnte, die z.B. die Nutzung von VPN gestatten.
    Es dürfte klar sein, dass ich hierbei auf der Seite von Evolution bin, aber die Aussage von Evolution greift meiner Meinung nach hier zu kurz.
    Wie dem auch sei, ich gehe nicht davon aus, dass Evolution tatsächlich etwas zu befürchten hat, denn der Einstieg in den US-Markt hat sowohl für Evolution, als auch die USA viele Vorteile.

    Der Gegensatz dazu wäre die deutsche Regulierung, wo viele Anbieter sich bereits freiwillig zurückgezogen haben.

  5. #4
    Casino Tester Avatar von Casoni
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    Standard

    Zitat Zitat von Shinobi Beitrag anzeigen
    Evolution hat jedoch aufgrund dieser neuesten Nachrichten einen Marktwert von etwa 3 Milliarden US-Dollar verloren.
    Klingt dramatisch, aber im 3-Jahres-Verlauf ist das immer noch ziemlich wenig. Seit April läuft die Aktie aber nur noch seitwärts bzw. sogar in einem flachen Abwärtskanal.



    Könnte auch mit gezielten Leerverkäufen gegen Evolution zu haben, mit entsprechend gezielt gestreuten negativen Gerüchten. Das ging bei Tesla z.B. nach hinten los.


    Zitat Zitat von Emulator Beitrag anzeigen
    Diese Aussage ist sicherlich richtig, aber genauso gut könnte die New Jersey Division of Gaming Enforcement darlegen, dass Evolution die Zusammenarbeit mit OCs beenden könnte, die z.B. die Nutzung von VPN gestatten.
    Sind die VPN alle direkt erkennbar? Es gibt z.B. Freelancer, die eigene Server-Umleitungen im Ausland nur für wenige Teilnehmer anbieten. Lässt sich das ganz einfach erkennen, wenn nur einer der Teilnehmer in Online Casinos spielt? Bei großen VPN-Anbietern wäre es sicher einfacher erkennbar, wenn mehrere Spieler die gleiche IP-Nummer verwenden.

  6. #5
    Casino Insider Avatar von Roulandy
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    Die Marktkapitalisierung von Evolution Gaming liegt im Gegensatz zu gängigen Bluechip Werten in einem Bereich (30MIO €) der schon recht anfällig für Störmanöver von "Walen" ist die eventuell günstiger "einkaufen" möchten. So ungewöhnlich wäre dies nicht da es auch bei anderen Werten immer wieder mal vorkommt.

  7. #6
    Casinospieler Avatar von Harry_
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    Was ich nicht verstehe: Evolution sitzt in Schweden und hier klagt eine US-Anwaltskanzlei, wegen Sanktionen, welche die Vereinigten Staaten verhängt haben? Das Rechtssystem trägt ja kuriose Blüten.

  8. #7
    Casinospieler Avatar von Emulator
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    Zitat Zitat von Casoni Beitrag anzeigen
    Sind die VPN alle direkt erkennbar? Es gibt z.B. Freelancer, die eigene Server-Umleitungen im Ausland nur für wenige Teilnehmer anbieten. Lässt sich das ganz einfach erkennen, wenn nur einer der Teilnehmer in Online Casinos spielt? Bei großen VPN-Anbietern wäre es sicher einfacher erkennbar, wenn mehrere Spieler die gleiche IP-Nummer verwenden.
    Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich dazu folgendes sagen:
    Kostenlose VPN-Anbieter sind in jeglicher Hinsicht unbrauchbar. Abgesehen davon, dass sie extrem langsam sind, sind diese auch noch bei nahezu allen Seiten gesperrt.
    In den letzten Wochen habe ich einen kostenpflichtigen Anbieter verwendet. Dieser Unterscheidet sich dadurch, dass er auf vielen Seiten nicht als VPN erkannt wird und vergleichsweise schnell ist.

    Bezogen auf Evolution stellt sich mir aber nach wie vor die Frage, von wie vielen Casinos/Personen die Anwaltskanzlei aus den USA spricht, denn so viele Möglichkeiten gibt es trotz VPN auch nicht.
    Es gibt Casinos, die generell die Nutzung von VPN untersagen. In dem Fall wäre es für den Spieler riskant dort überhaupt zu spielen, da aufgrund dieser AGB die Auszahlung verweigert werden kann.
    Zudem stellt sich auch die Frage, ob die Sperre lediglich einzelne Provider oder das komplette Casino betrifft.
    Wenn ein Casino z.B. VPN erlaubt und die Sperren nur einzelne Provider betrifft, so hat der Spieler gute Chancen.
    Eine andere Situation wäre, wenn z.B. das Land vom Spieler in den AGB zu den verbotenen Ländern gehört. In dem Fall bringt einem auch ein VPN nichts, wenn man sich dort normal verifizieren muss. Natürlich gäbe es dort auch Umwege, die man nutzen kann, aber das dürfte dann eine marginale Zahl sein.

  9. #8
    Casino Tester Avatar von Casoni
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    Zitat Zitat von Harry_ Beitrag anzeigen
    Was ich nicht verstehe: Evolution sitzt in Schweden und hier klagt eine US-Anwaltskanzlei, wegen Sanktionen, welche die Vereinigten Staaten verhängt haben? Das Rechtssystem trägt ja kuriose Blüten.
    Der Hauptsitz ist in Schweden. In den USA ist Evolution aber angreifbar (und deshalb dort sanktionierbar), weil Evolution (incl. NetEnt) dort bereits gut im Geschäft ist und auf Wachstumskurs ist.


    Zitat Zitat von Emulator Beitrag anzeigen
    Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich dazu folgendes sagen:
    Kostenlose VPN-Anbieter sind in jeglicher Hinsicht unbrauchbar. Abgesehen davon, dass sie extrem langsam sind, sind diese auch noch bei nahezu allen Seiten gesperrt.
    Habe die gleiche Erfahrung gemacht. Ich meinte aber nicht die kostenlosen VPN-Anbieter, nach denen auch tausende Bots scannen, die dann sofort zehntausende Spam-Daten verbreiten usw. Es gibt Anbieter aus dem Kleingewerbe-Bereich, die sich z.B. zehn verschiedene Server in fünf verschiedenen Ländern anmieten und auf diesen jeweils nur 10 bis 20 Weiterleitungen als VPN vermieten. Das sind so wenige Kontakte, dass es eigentlich noch unter dem Radar der gelisteten VPN-Seiten laufen könnte.


    Zitat Zitat von Emulator Beitrag anzeigen
    Bezogen auf Evolution stellt sich mir aber nach wie vor die Frage, von wie vielen Casinos/Personen die Anwaltskanzlei aus den USA spricht, denn so viele Möglichkeiten gibt es trotz VPN auch nicht.
    Es gibt Casinos, die generell die Nutzung von VPN untersagen. In dem Fall wäre es für den Spieler riskant dort überhaupt zu spielen, da aufgrund dieser AGB die Auszahlung verweigert werden kann.
    Es soll ja sowieso weitere Verschärfungen bezüglich VPN-Nutzung im nächsten Jahr geben. Soweit sich das nachweisen lässt. Dass sich die IP-Sperren umgehen ließen, habe ich selbst mehrmals bei Evolution und auch bei Authentic Gaming praktisch getestet und erfolgreich geschafft. In einem Fall wurden die Evolution-Livespiele nicht mal mehr offiziell angeboten und waren auch nicht mehr als anklickbare Spiele zu finden. Trotzdem war es möglich, mit einem früheren (nicht mehr öffentlichen) Link immer noch auf die Spiele zugreifen zu können. Möglicherweise geht es beim Rechtsstreit um solche Sicherheitslücken.

  10. #9
    Casino Tester Avatar von Casoni
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    Standard

    Zitat Zitat von Emulator Beitrag anzeigen
    Es gibt Casinos, die generell die Nutzung von VPN untersagen. In dem Fall wäre es für den Spieler riskant dort überhaupt zu spielen, da aufgrund dieser AGB die Auszahlung verweigert werden kann.
    Checke mal Google usw. bezüglich 'dedicated VPN' oder 'dedizierte ip für VPN' oder ähnlich. Du bekommst die einzige IP, so dass der Filter nur relevant wird, falls komplette Adress-Bereiche pauschal gesperrt werden (und deine exclusive IP-Adresse befindet sich innerhalb eines gesperrten Clusters). Ansonsten könnte es mit solchen personalisierten VPN-Lösungen zeitweise funktionieren.

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