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Thema: Gelten Lootboxen als kostenpflichtiges Glücksspiel?

  1. #21
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Aktuelle Studie rückt Lootboxen in neues Licht

    Die University of British Columbia besitzt eine Abteilung für Glücksspielforschung. Diese befasste sich in den letzten Wochen mit dem Phänomen der Lootboxen. Die daraus resultierenden Studienergebnisse rücken die virtuellen Schatzkisten in ein neues Licht. So wollen die Wissenschaftler den Einfluss der Lootboxen auf das Spielverhalten festgestellt haben. Außerdem gaben viele Teilnehmer der Umfrage an, die Truhen bewusst als Glücksspiel wahrzunehmen.

    Das Gaming und Gambling nahe beieinander liegen, das wissen wir nicht erst seit gestern. An dieser Studie nahmen 257 Gamer teil. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten lebt in den USA, bei den anderen handelte es sich um Bachelorstudenten der genannten Universität in Kanada.

    Zur Befragung wurden die Kriterien vom „Internet Gaming Disorder Test“ (IGD-20) herangezogen. Diesen entwickelte Halley M. Pontes im Jahr 2014. Mit ihm kann problematisches Spielverhalten von Gamern aufgedeckt werden, heißt es. Die 20 gestellten Fragen sind miteinander verwoben, um ein gutes Gesamtbild des Befragten zu erstellen. Dabei kommen auch Themen wie Entzugserscheinungen und emotionale Beeinflussung auf. Ebenso muss der Spieler seine eigene Abhängigkeit einschätzen.

    Um die Auswirkungen von Lootboxen noch besser analysieren zu können, zogen die Forscher noch zwei andere Suchttests heran. Die da heißen „Problem Gambling Severity Index“ (PGSI) und „Gambling Related Cognition Scale“ (GRCS).

    Auf diese Weise fand Gabriel sowie sein Team heraus, wie sehr sich Gaming und Gambling in gewissen Aspekten ähneln. Mit zunehmender „Investition“ in die Lootboxen, schienen die Nutzer mehr Tendenz zur Spielsucht zu zeigen.

    Ein Großteil der Befragten hat laut der Studie schon mindestens eine Lootbox gekauft. Wobei etwa die Hälfte für fiktives Geld zu haben war. 68,1% der Erwachsenen erkannte die Schatzkisten ganz klar als Glücksspiel an. Die Studenten gaben dies sogar mit 86,2% an.

    Ein interessantes Ergebnis, da der Glücksspiel-Faktor von vielen Herstellern immer noch kleingeredet wird. Wenngleich keine Geldgewinne zu haben sind, so bedienten sich einige Teilnehmer schon der Verkaufsmöglichkeit. Sie fanden demnach Wege, um die virtuell erworbenen Kisten für bares Geld zu veräußern.

    Abschließend gab die University of British Columbia aber zu, dass sie noch weitere Studien durchführen muss, um ein besseres Urteil bilden zu können.

  2. #22
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Warum sollte man Lootboxen nicht als Glücksspiel wahrnehmen? Ich investiere Geld und kenne das Resultat nicht. Liegt doch auf der Hand. Dafür eine Studie? Aber ein gefundenes Fressen für alle Kritiker der "virtuellen Schatzkisten".

  3. #23
    Casino Tester Avatar von Casoni
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    Zitat Zitat von Shinobi Beitrag anzeigen
    Ein interessantes Ergebnis, da der Glücksspiel-Faktor von vielen Herstellern immer noch kleingeredet wird. Wenngleich keine Geldgewinne zu haben sind, so bedienten sich einige Teilnehmer schon der Verkaufsmöglichkeit. Sie fanden demnach Wege, um die virtuell erworbenen Kisten für bares Geld zu veräußern.
    In diesem Sinne müssten auch viele ganz normale Computerspiele als Glücksspiel eingestuft werden, weil auch bei denen die Möglichkeit besteht, auf höhere Levels gespielte Accounts zu verkaufen = Geldgewinn. Die Grenze zwischen ganz normalen Spielen und den echten Glücksspielen scheint sich immer weiter anzunähern und es wird deshalb wohl auch schwieriger, eine ganz klare Regelung zu finden. Ab wann (ganz genau) ist dieses oder jenes Spiel als illegales Glücksspiel einzustufen und welches Spiel mogelt sich knapp unterm Radar noch gerade so durch? Das ist schwierig zu beurteilen. Und selbst wenn es nach langen Prüfungen die Einstufung als Glücksspiel geben sollte, werden im gleichen Zeitraum weitere neue grenzwertige Spiele erfunden, die ebenfalls wieder geprüft werden müssen. Ähnliches Katz-und-Maus-Spiel kennt man von Designerdrogen.

  4. #24
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Das mit dem Verkauf von hohen Spiel-Accounts und virtuellen Gegenständen habe ich eine Zeit lang gemacht. Sind aber die Spielentwickler dagegen und sie sind sehr gut darin dich zu sperren. Zumindest konnte ich damals so mein Internet während der Jugendzeit finanzieren.

  5. #25
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Lootboxen sollen Gewinnchancen klar deklarieren müssen

    Die Lootboxen ziehen immer mehr Aufmerksamkeit auf sich. Mittlerweile beschäftigen sich Politiker und Regierungen auf der ganzen Welt mit ihnen. Sie fürchten, dass Kinder und Jugendliche einen stärkeren Hang zur Spielsucht entwickeln könnten. Außerdem werden die virtuellen Schatzkisten mit unbekanntem Inhalt mit Glücksspiel in Verbindung gebracht. Immerhin zahlen die Nutzer jedes Mal dafür.

    Von der US-amerikanischen Federal Trade Commission wurde nun eine Art Workshop abgehalten. Dieser klärte über Funktionsweise, Inhalte und Entwicklung von Lootboxen auf. Inklusive dem Einfluss, welchen diese auf Minderjährige nehmen. Dazu waren Vertreter der Gaming-Industrie, Akademiker und der Verbraucherschutz geladen.

    Am Ende wurde klar gemacht, dass die Spielentwickler klar definieren müssen, wie es um die Gewinnchancen steht. Denn Lootboxen beinhalten oftmals nur marginale virtuelle Gegenstände. Den „Jackpot“, wirklich bedeutende Inhalte, erhält man nämlich nur in den seltensten Fällen. Das Prinzip ist mit dem Lotto vergleichbar und dort wissen die Teilnehmer genau, worauf sie sich einlassen.

    Bei vielen Lootboxen ist dagegen unklar, welche Gewinne sie bieten und in welchem Chancenverhältnis.

    Hersteller von Betriebssystemen und Konsolen wollen deshalb handeln. Wer über ihre Plattformen Lootboxen anbieten möchte, muss die Gewinnchancen der kostenpflichtigen Versionen offenlegen. Dem sollen bereits Nintendo, Sony und Microsoft zugestimmt haben. Andernfalls würde man die Titel wohl gar nicht erst für den Verkauf zulassen. Diese Regelung will man für alle kommenden Spiele und Updates einführen, welche Zufallsinhalte gegen Bargeld bieten.

    Der Republikaner Josh Hawley will es sogar per Gesetz definieren. Sein Entwurf nennt sich „Protecting Children from Abusive Games Act“. Spiele für Kinder dürften demnach keine Funktionen enthalten, welche Spielsucht und Geldeinsatz fördern bzw. befürworten.

    Während immer mehr Gesetzgeber klar Stellung beziehen, treten einzelne Entwickler den Rückzug an. Nun hat auch Rocket League, ein fußballbasiertes Spiel mit Autos, erklärt, bis Jahresende alle kostenpflichtigen Lootboxen entfernen zu wollen. Bis dahin soll der Spieler angezeigt bekommen, was ihn in den Kisten erwartet.

  6. #26
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Ich finde, dass dies der beste Kompromiss ist. Es sollte eine komplette Auflistung aller Gewinnchancen eingeblendet werden. Dann wissen die Spieler worauf sie sich einlassen. Trotzdem bleibt es ein Glücksspiel. Die Transparenz allein wird nicht genügen, um Minderjährige zu schützen. Ohne Altersverifikation geht es wohl doch nicht. Erst danach gibt es Zugang zu den Lootboxen. Inklusive Kontrollsystemen, wenn ein Spieler diese ständig kauft, um ihn zu warnen.

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