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Thema: Die Schweiz reguliert Online Glücksspiel

  1. #11
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Schweizer Casinos brauchen ausländisches Know How

    Mit 72,9 Prozent stimmte die Schweizer Bevölkerung für das neue Geldspielgesetz. Es beinhaltet die Regulierung von möglichen Online Casinos. In seiner Ausgestaltung erlaubt es praktisch nur regionalen Unternehmen eine virtuelle Präsenz aufzubauen. Allerdings fehlt den Schweizer Spielbanken das nötige Know How dazu. Dieses wolle man sich von ausländischen Anbietern holen. Somit schauen die Betreiber also genau zu jenen Firmen, welche per Gesetz ausgeschlossen sind. Vom Bundesrat heißt es, dass solche Kooperationen stark eingeschränkt werden sollen.

    Während also die Netzsperren zu vielen internationalen Anbietern schon greifen dürften, sollen einige von ihnen beim Aufbau der Schweizer Online Casinos helfen. Ob diese sich darauf einlassen, nachdem sie als „Casino-Haie“ und ähnliches bezeichnet wurden?

    Zunächst einmal steht nicht fest, welches Casino als erstes ins WWW geht und den Versuch wagt. Konkrete Pläne ließ bspw. das Casino Baden verlauten. Dort laufen erste Onlinespiele mit fiktiven Einsätzen. Luzern und Zürich wollen ebenfalls virtuell Fuß fassen.

    Viele Spielbanken sind zu dem Schluss gekommen, dass es ohne kompetente Partner nicht funktionieren dürfte. Um wettbewerbsfähig zu sein, bräuchte man demnach ein vergleichbares Angebot wie bei der Konkurrenz. Insbesondere ein Live Casino mit echten Dealern sei Pflicht, wenn diese Idee von Erfolg gekennzeichnet sein soll. Selbst könne man dieses Portfolio an Spielen nicht stellen.

    Der Schweizer Bundesrat will lediglich Unterstützung bei Pokerspielen zulassen. Live Casinos stehen nicht auf der Liste. Doch der Schweizer Casino-Verband und Branchenvertreter beschweren sich bereits. Wenngleich sie von der „Ausbreitung des illegalen Spiels“ sprechen und dieses nur mit einem ausreichenden Angebot zu verhindern sei.

    Eine vom Bund beauftragte Studie, ergab in 2017, dass es sich für diesen kleinen Markt nicht lohnt eigene Spiele zu entwickeln. Deshalb sollte man auf vorhandene und gut laufende Produkte anderer Firma zurückgreifen. Bspw. über speziell geregelte Lizenzverträge, welche das Anmieten von Live Casinos erlauben. Oder ein Schweizer Casino gibt lediglich seinen Markennamen her, während im Hintergrund die Software und Verwaltung vollständig vom Partner übernommen wird.

    Wenn der Bundesrat ein solches Unternehmen zulassen sollte, müsse es einen „guten Ruf“ besitzen. Anbieter dürfen bspw. in den letzten fünf Jahren hier noch nicht aktiv gewesen sein. Womit viele große Namen wie PokerStars und Bwin schon einmal vom Tisch sind.

    Der Verband „European Gaming and Betting Association“ (EGBA) spricht hierbei von einer „schwerwiegenden Verletzung der Dienstleistungsfreiheit“.

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  3. #12
    Casino Tester Avatar von Boni
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    Zitat Zitat von Shinobi Beitrag anzeigen
    Allerdings fehlt den Schweizer Spielbanken das nötige Know How dazu. Dieses wolle man sich von ausländischen Anbietern holen. Somit schauen die Betreiber also genau zu jenen Firmen, welche per Gesetz ausgeschlossen sind. Vom Bundesrat heißt es, dass solche Kooperationen stark eingeschränkt werden sollen.
    Die Schweizer Casinos bestätigen durch dieses Verhalten eigentlich, dass die bekämpften (nicht regulierten) Online Casinos vieles richtig machen, so dass diese dadurch eigentlich aufgewertet werden. Wäre das alles nur Lug und Betrug usw. bräuchte man sich keine Gedanken um das Know How dieser Online Casinos machen.

  4. #13
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Wobei hier zwischen den Softwareanbietern und Betreibern unterschieden werden muss. Die Schweiz will sich die Technik einkaufen und zeitgleich die Konkurrenz verdrängen. Aber ja, sie widersprechen sich damit, aber so ist ihre Gesetzgebung nun geregelt. Modern und zeitgemäß ist sie deshalb trotzdem nicht.

  5. #14
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Österreich: Playtech wird Partner der Swiss Casinos

    Zum 1. Januar 2019 tritt das neue Glücksspielgesetz von Österreich in Kraft. Der Bundesrat hatte sich dazu am 7. November getroffen und so entschieden. Somit steht dem staatlichen Online Glücksspiel nichts mehr im Weg. Ab dem kommenden Jahr sollen attraktive Casinospiele im WWW angeboten werden. Zuständig dafür sind dann die Swiss Casinos.

    Was lange Zeit vermutet wurde, gilt nun als bestätigt. Die Unternehmensgruppe wird jemanden mit der Einrichtung der Online-Software beauftragen. Playtech hat das Auswahlverfahren gewonnen. Hierin sieht die Swiss Casinos Gruppe einen würdigen Partner. Das breite Angebot und die vielen Innovationen, sowie die Zuverlässigkeit, sprachen für diesen Entwickler.

    Erfahrenen Spielern ist Playtech natürlich ein Begriff. An der Londoner Börse notiert, besitzt das Unternehmen zahlreiche Lizenznehmer aus aller Welt. Bestehend seit 1999, kennt Playtech die vielen Veränderungen bestens und konnte sich immer wieder erfolgreich anpassen.

    Marc Baumann, CEO der Swiss Casinos Gruppe, kommentierte es so: „Wir freuen uns außerordentlich, mit Playtech einen international erfahrenen und innovativen Partner gefunden zu haben. Damit werden wir unseren Kunden in der Schweiz ein attraktives Angebot bieten können."
    Während private Anbieter kein Online Casino in der Schweiz realisieren können, bleibt das Monopol dem staatlichen Konzessionsnehmer vorbehalten. Immerhin ist damit überhaupt eine Regulierung gefunden worden, welche eine kleine Marktöffnung zulässt.

    „Playtech freut sich über die Zusammenarbeit mit der Swiss Casino Gruppe, der führenden und sehr erfolgreichen Marke in der Schweiz. Playtech hat eine langjährige Erfolgsgeschichte in der Zusammenarbeit mit führenden Marken in den wichtigsten Glücksspielmärkten der Welt, und wir freuen uns auf eine lange und erfolgreiche Partnerschaft mit Swiss Casino“, fügte Shimon Akad, COO von Playtech, hinzu.

    Nachdem das Geldspielgesetz beschlossen und seine Wirkung durch den Bundesrat erhalten hat, ist noch ein Schritt notwendig. Ein Konzessionsgesuch seitens der Swiss Casinos bei der Eidg. Spielbankenkommission ESBK. Die Erteilung wird voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres stattfinden.

  6. #15
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard PartyPoker zieht sich aus der Schweiz zurück

    Seit dem 1. Januar gilt das neue Geldspielgesetz in der Schweiz. Damit verbunden sind Verbote für nicht lizensiertes Online Glücksspiel. Viele Anbieter treten in diesen Tagen den Rückzug an. So auch PartyPoker. Der Gesetzgeber räumte eine Übergangsfrist ein, bei der ab Juli die ersten Strafen verhängt werden sollen.

    Schweizer Spieler erfuhren nun davon, dass PartyPoker sie auffordert ihre Bankroll auszahlen zu lassen. Damit ist klar, dass der virtuelle Pokerraum bald seinen Schweizer Ableger schließen wird.

    Andere halten die Stellung, bspw. PokerStars. Den Spielern teilt man mit, dass sie informiert werden, „sobald absehbar ist, wie sich die neue Gesetzeslage auf unser Angebot auswirkt“, heißt es.

    PokerStars soll sich mit den Schweizer Casinos in Verhandlungen befinden, Klappt eine Kooperation, darf The Stars Group weiterhin in der Schweiz aktiv sein.

  7. #16
    Casino Tester Avatar von Boni
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    Zitat Zitat von Shinobi Beitrag anzeigen
    Schweizer Spieler erfuhren nun davon, dass PartyPoker sie auffordert ihre Bankroll auszahlen zu lassen. Damit ist klar, dass der virtuelle Pokerraum bald seinen Schweizer Ableger schließen wird.
    Ähnlich läuft das auch bei vielen anderen Online Casinos (z.B. bwin). Das ist für diese Online-Glücksspielbetreiber ziemlich ärgerlich, weil vor allem aus der Schweiz viele High Roller kommen, entsprechend der besonders hohen Löhne und Gehälter in diesem Land.

  8. #17
    Casinospieler Avatar von PAYSAFEMASTER
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    Standard

    Bezülich Online-Poker sieht es effektiv nicht so rosig aus für die Schweizer.

    Nachdem diverse Casinos - darunter auch mein Stammcasino seit 2007 - mir mitgeteilt haben, ich hätte zukünftig keinen Zugang mehr zu ihrem Angebot und solle mein Guthaben bis Guthaben auszahlen, hatte ich schon Schiss das es dies für mich jetzt gewesen sein könnte. Allerdings ist der Zugang nachwievor bei verschiedenen Casinos möglich. Bei bwin beispielsweise, wurde der Account im Prinzip zu einer anderen Seite (premiumbull) weitergeleitet, da Electra Works Lmt angeblich nicht über die entsprechende Lizenz für die Schweiz verfügt. Jedenfalls enthält das Angebot bei premiumbull auch die Livecasino Spiele von EvolutionGaming, was aus meiner Sicht dennganzen Prozess rund um die Lizensierung für die Schweiz etwas fragwürdig erscheinen lässt. Habe mich aber nie näher mit der Thematik auseinandergesetzt.

    Sehr interessant wird sein, wie das Onlineangebot der Schweizer Casinos aussehen wird. Trotz angeblich grossen Investitionen sieht die Homepage bieler Casinos immer noch genauso wie vor 5 Jahren aus..
    Geändert von PAYSAFEMASTER (12.01.2019 um 21:17 Uhr)
    F63.0

  9. #18
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Die Anbieter besitzen ja meist mehrere Marken mit unterschiedlichen Lizenzen. Die lassen sich nicht so einfach ein Stück vom Umsatzkuchen wegnehmen. Zumal Netzsperren fragwürdig sind und via VPN umgangen werden können. Habe ich aber selbst noch nicht ausprobieren müssen, da ich in Deutschland lebe.

  10. #19
    Casino Tester Avatar von Boni
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    Zitat Zitat von WinningJack Beitrag anzeigen
    Zumal Netzsperren fragwürdig sind und via VPN umgangen werden können. Habe ich aber selbst noch nicht ausprobieren müssen, da ich in Deutschland lebe.
    Sperr-Filter können zwar umgangen werden, aber die große Mehrheit der Spieler kann damit tatsächlich wirksam ausgebremst werden. Die Freaks und Hobby-Hacker, die sich mit VPN usw. auskennen will sowieso kein Online Casino als Spieler haben. Das sind nicht selten auch clevere Bonusjäger und Freispiel-Schnorrer (aus deren Sicht).

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