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Thema: Der Glücksspielstaatsvertrag von Deutschland

  1. #21
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Glücksspielstaatsvertrag: Zwei neue Männer sollen es richten

    Was im Sommer 2012 in Kraft getreten ist, trug bis heute noch keine Früchte. Die Rede ist vom deutschen Glücksspielstaatsvertrag. Vorbei sein sollte es mit dem Lotteriemonopol. Zeitgleich wollte man Sportwetten für private Anbieter erlauben. Doch in der Praxis ist bis heute nichts davon angekommen. Lediglich verschiedene Gerichte durften sich mit dem halbgaren Dokument beschäftigen.

    Nun wurden zwei neue Männer ernannt, welche das seit Jahren heiß diskutierte Projekt praxisnah realisieren sollen. Nathanael Liminski (CDU) und Christian Gabler (SPD) wurden dafür ernannt. Es steht eine erneute Ausarbeitung des Rahmenwerks an. Beneiden wird sie für ihre Arbeit niemand - dafür ist ihnen viel Kritik gewiss.

    Eigentlich sollen die Bundesländer das Glücksspiel regulieren. Auch jene Angebote im WWW. Doch dem Bund steht die einheitliche Regelung frei. Diese soll nun erneut in Angriff genommen werden. Es gilt die fehlgeschlagene Reform vom März 2017 als mahnendes Beispiel zu nutzen. Schleswig-Holstein hatte damals dazwischen gegrätscht. Wobei dort das regulierte Online Glücksspiel seit geraumer Zeit gut zu funktionieren scheint.

    Die größte Herausforderung wartet auf Liminski und Gabler im virtuellen Bereich. Dort wollen sie Online Casinos und Sportwetten legalisieren. Vom digitalen Poker ist bislang nicht die Rede. Eine Generalprobe für Liminski, welcher als jüngster Staatssekretär Deutschlands das Amt bekleidet.

    Der alte Vertrag behält seine Wirkung nur noch bis zum Sommer 2021. Der rechtliche Rahmen benötigt weiterhin festen Boden. Vom 24. Bis 26. Oktober ist deshalb ein Treffen der 16 Ministerpräsidenten der Bundesländer angeordnet. In Hamburg will man vor allem den Glücksspielstaatsvertrag diskutieren.

    Gegenüber der „Neuen Westfälischen Zeitung“ erklärte Liminski: „Es geht um fünf großen Themen. Diese sind neben den Sportwetten und Online-Casinos eine zentrale Genehmigungsbehörde, ein Sperrsystem für suchtgefährdete Spieler und die Frage, ob, und wenn ja wie, das staatliche Lotteriemonopol gestärkt werden soll.“

    Die FDP verlangte bislang eine gänzliche Liberalisierung der Online-Branche. Weshalb man die bisherigen Pläne nicht unterstützte. In der neuen Ausarbeitung scheint aktuell ebenfalls keine komplette Marktöffnung vorgesehen. Es bleibt demnach spannend, inwieweit man die FDP mit einbeziehen wird und deren Stellungnahme.

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  3. #22
    Casino Tester Avatar von Casoni
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    Standard

    Zitat Zitat von Shinobi Beitrag anzeigen
    Was im Sommer 2012 in Kraft getreten ist, trug bis heute noch keine Früchte. Die Rede ist vom deutschen Glücksspielstaatsvertrag. Vorbei sein sollte es mit dem Lotteriemonopol. Zeitgleich wollte man Sportwetten für private Anbieter erlauben. Doch in der Praxis ist bis heute nichts davon angekommen. Lediglich verschiedene Gerichte durften sich mit dem halbgaren Dokument beschäftigen.
    Inzwischen gibt es 12 verschiedene Koalitions-Kombinationen aus unterschiedlichen Parteien (mit Unterscheidung zwischen größerer/kleinerer Partei) in den 16 Bundesländern. Bayern schon mit gerechnet, weil die Sache mit den Freien Wählern wohl schon so gut wie amtlich ist. Bei diesem ganzen Durcheinander wird der Bundesrat immer mehr Veränderungen jeder Art blockieren.

    Zitat Zitat von Shinobi Beitrag anzeigen
    Die FDP verlangte bislang eine gänzliche Liberalisierung der Online-Branche. Weshalb man die bisherigen Pläne nicht unterstützte. In der neuen Ausarbeitung scheint aktuell ebenfalls keine komplette Marktöffnung vorgesehen. Es bleibt demnach spannend, inwieweit man die FDP mit einbeziehen wird und deren Stellungnahme.
    Die FDP ist in drei Bundesländern mit in der Regierung. Nur eine der drei Stimmen dürfte in vielen Fällen im Bundesrat relevant sein, weil die beiden Bundesländer mit 3er-Koalition (incl. Grüne) häufig zur Enthaltung gezwungen sein werden. Bei Uneinigkeit darf ja gemäß Koalititionsvertrag nicht gegen den Partner gestimmt werden. So gesehen ist der Einfluss der FDP wohl ziemlich gering.

  4. #23
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Sechs Jahre sind vergangen und nichts davon in der Praxis angekommen. Jetzt haben sie das Handtuch geworfen und andere sollen es ausbügeln. Verdammt schwache Leistung der Minister. In Schleswig-Holstein läuft es doch. Da beschwert sich niemand (zumindest lese ich davon nix). Ob es vor Ende 2020 tatsächlich noch funktionieren wird? Ich glaube nicht daran.

  5. #24
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Resümee der Ministerkonferenz in Hamburg

    Kürzlich trafen sich die Landesminister auf einer Konferenz, um dort über Glücksspiele aller Art zu debattieren. Inklusive ihres gescheiterten Staatsvertrags, welcher an so vielen Stellen eine Verbesserung versprach. Online-Poker, Sportwetten und illegale Spielhallen kamen zur Sprache.

    Für die lokalen Anbieter wird es nun bzgl. eines Sperrsystems wohl konkreter. Es soll „bundesweit und spielformübergreifend“ funktionieren. Online plant man eine „Wiedereinführung einer gesonderten Eingriffsbefugnis zum Vorgehen gegen Provider.“ Plus die verstärkte Kontrolle der Zahlungsströme, um diese ggf. zu blockieren.

    In den Themenschwerpunkten schienen sich alle Minister einig zu sein. Wie sie die Herausforderungen konkret anpacken wollen, dafür haben sie nun Bedenkzeit bis zum 21. März 2019. Dann steht die nächste Konferenz an.

    Branchenvertretern ist dieses Vorgehen teilweise zu streng und vor allem ohne Grundlagenkenntnis. „Wir brauchen den großen Wurf und gleiche Spielregeln für alle“, erklärte Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft. „Diese Neuordnung darf sich nicht nur auf einzelne Teilbereiche des Glücksspiels, wie Sportwetten oder das Online-Spiel, beschränken.“

    Die Agenda der Minister machte die Runde. Prompt meldeten sich neun Wirtschaftsverbände im Verbund. Sie appellieren noch einmal, den bestehenden Glücksspielstaatsvertrag praxisnah zu reformieren. Darunter auch der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW).

    Auf dessen Webseite ist derzeit zu lesen: „Mit dem Mitte 2021 auslaufenden Glückspielstaatsvertrag ist es nicht gelungen, den Markt praxistauglich zu regulieren und zu befrieden. Das Gegenteil ist eingetreten: Ob und wie ein Glücksspielprodukt beworben werden kann, ist aktuell unklarer denn je. Der Markt ist daher mit erheblicher Rechtsunsicherheit behaftet, die aktuell insbesondere durch Maßnahmen gegenüber Medienanbietern, Werbung zu blockieren, weiter zunimmt.“

    Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), fordert einen „zukunftstauglichen Rechtsrahmen zu schaffen, der den Bedürfnissen der Praxis Rechnung trägt.“

  6. #25
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Wieder ein halbes Jahr Zeit um einen hoffentlich besseren Ansatz mit Praxisnähe zu finden? Eine absolute Frechheit? Das dürfte sich kein Unternehmen erlauben. Sechs Jahre am Stück auf ganzer Linie versagen und dann sich ein halbes Jahr Bedenkzeit einräumen. Der Wahnsinn!

  7. #26
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard DLTB steht hinter den Ministerpräsidenten

    Niemand hätte es anders erwartet. Nach der Ministerpräsidentenkonferenz in Hamburg, stellt sich der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) hinter die Entscheidung. Illegale Glücksspielangebote sollten mit verstärktem Einsatz in die Schranken gewiesen werden.

    Michael Heinrich und Torsten Meinberg, Federführer beim DLTB, sind sich einig: „Es war wichtig, denjenigen Kräften nicht nachzugeben, die seit Jahren massive Veränderungen am Glücksspielstaatsvertrag fordern. Wir haben jetzt gute Aussichten in einen geordneten Prozess um die Novellierung des GlüStV 2021 zu kommen.“

    Noch fehlt es an den Details, welche wir frühestens im nächsten März zu erfahren bekommen. Eine Orientierung an den Richtlinien der Europäischen Kommission sei vorgesehen. Diese fordert schon länger eine Marktöffnung und die gesetzliche Gleichstellung zwischen den EU-Ländern. Andererseits, weil die Exekutive derartig langsam arbeitet, haben verschiedene hohe Gerichte schon Verbote gegen Unternehmen ausgesprochen. Was die EU vorgibt, muss niemand umsetzen. Jedem Land bleibt seine eigene Regelung vorbehalten.

    Was der deutsche Staat bislang sehr freizügig ausnutzt. Der in 2012 in Kraft getretene Glücksspielstaatsvertrag hat bis heute keine einzige Genehmigung hervorgebracht. Stattdessen will man sich nun mit IP-Blocking beschäftigen. Dadurch müssen die Internetanbieter neue Aufgaben erfüllen. Banken sollen zudem mehr Kontrolle bei den Zahlungsströmen walten lassen.

    Illegale Lotterien sollen jährlich knapp 300 Millionen Euro abzweigen. Doch sieht die Regierung wieder einen Rundumschlag vor? Viele Online Casinos, Pokeranbieter und Buchmacher würden gern ganz legal in Deutschland agieren. Doch dazu bräuchte es zunächst ein in der Praxis anwendbares Gesetz.

  8. #27
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Diese Schleimer. Natürlich stehen sie hinter den Ministern. Schließlich geht es um ihr Monopol, das keinefalls berührt werden soll. Dafür schmeißt man gleich alle privaten Anbieter in einen Topf und schiebt sie mit "illegal" ab. So spart Zeit, weil das Selektieren fehlt. Sind ja schließlich alles böse und rigged. Sie machen es sich zu einfach und beweisen zugleich ihr mangelndes Verständnis für die Thematik. Aber Lotto ist heilig, trotz der extrem miesen Gewinnwahrscheinlichkeiten.

  9. #28
    Casino Tester Avatar von Casoni
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    Standard

    Zitat Zitat von WinningJack Beitrag anzeigen
    Aber Lotto ist heilig, trotz der extrem miesen Gewinnwahrscheinlichkeiten.
    Das Lotto-Monopol existiert ja durch die vielen Fake-Anbieter eigentlich auch nicht mehr. Die privaten im TV beworbenen Lotto-Seiten orientieren sich an den offiziellen staatlichen Lotto-Zahlen, ohne selbst eigene Ziehungen durchzuführen. Es wird nur indirekt auf die offiziellen Zahlen gewettet.

  10. #29
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Richtig und weil das Lotto-Monopol an diesen Anbietern nichts verdient, wollen sie diese verbieten. Lotto ist für mich das größte Glücksspiel überhaupt. Und es sitzt so tief in den Köpfen der Leute. Kenne viele die sich den 5er pro Woche sparen sollten und es trotzdem tun.

  11. #30
    Casino Tester Avatar von Casoni
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    Zitat Zitat von Shinobi Beitrag anzeigen
    Illegale Glücksspielangebote sollten mit verstärktem Einsatz in die Schranken gewiesen werden.
    Illegale Glücksspiele konnten nie ganz verhindert werden. Als es das Internet noch nicht gab und weniger Spielhallen, wurde illegal in Hinterzimmern von Gaststätten gepokert und Roulette gespielt. Jetzt sind es die virtuellen Nebenräume im Internet, die sich nicht regulieren lassen. In einigen Ländern darf auf jedes beliebige Ereignis gewettet werden. Egal, ob auf die Entlassung eines Fußball-Trainers, den nächsten US-Präsidenten oder viele andere ziemlich schräge Wetten (z.B. Weltuntergangs-Termin, erster Alien-Kontakt usw.). Es wäre ziemlich absurd, wenn zugleich die Wette auf frei zugängliche Lotto-Zahlen irgend einer staatlichen Lotterie verboten wäre. Diese Gesetzeslücke kann nicht einfach so für illegal erklärt werden. Genau deshalb gibt es diese privaten Lotto-Wettanbieter und sie werden dem Lotto-Monopol immer mehr Marktanteile abnehmen.

  12. #31
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard CDU-Politiker erwartet modernes Glücksspielgesetz

    Hans-Jörn Arp kämpft seit Jahren für ein vernünftig reguliertes Glücksspiel in Deutschland. Der CDU-Politiker aus Schleswig-Holstein nimmt den neuen Anlauf der Regierung zum Anlass, um seine Gedanken zu äußern. Arp wünscht sich ein modernes Glücksspielgesetz, welches möglichst offen gestaltet ist.

    „Ich kann nur an die Länder appellieren, sich unser schleswig-holsteinisches Gesetz als Vorbild für einen neuen Regulierungsentwurf zu nehmen“, meinte er gegenüber dem Magazin „games&business“. Arp ist dabei guter Dinge, dass es dieses Mal klappten dürfte. Die Resonanz aus den Bundesländer sei entsprechend positiv. Zukunftsorientierte Lösungen für Sportwetten und Online Casinos werden dringend benötigt. Hoch im Norden hat man gezeigt wie es geht, während die anderen 15 Bundesländer keinen Fortschritt erzielten.

    Sein Plan B sieht vor, dass Schleswig-Holstein in 2019 einen eigenen Gesetzesentwurf einbringen werde. Für den Fall, dass es erneut zu keiner Einigung kommen sollte.

    Seit 2012 versucht die Bundesregierung ein brauchbares Gesetz auf die Beine zu stellen. Als das erstmalige Scheitern abzusehen war, wagte Schleswig-Holstein den Alleingang. Später kam es zwar zu einem Regierungswechsel, aber die bis dahin vergebenen Lizenzen blieben bestehen. Seitdem sind einige Sportwetten- und Casino-Anbieter auf deutschem Boden legal vertreten.

    Der Glücksspielstaatsvertrag sowie seine spätere Änderung, sehen bis heute keine regulierten Online Casinos vor. Sportwetten wollte man auch nur unter ganz bestimmten Bedingungen für Privatunternehmen erlauben. Derweilen öffnete Schleswig-Holstein seinen Markt vollständig und das mit Erfolg. Die in 2012 erteilten Lizenzen besitzen ihre Gültigkeit nur noch bis 2019. Weshalb es im nächsten Jahr spannend wird.

  13. #32
    Gambler Avatar von Jurgen
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    Standard

    Es funktioniert so

  14. #33
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Lizenzen in Schleswig-Holstein laufen aus

    Tatsächlich ist es schon sechs Jahre her, als Schleswig-Holstein den Alleingang bei der Regulierung des Online Glücksspiels beschloss. Etwa zur selben Zeit versuchten die restlichen 15 Bundesländer ihren Glücksspielstaatsvertrag durchzudrücken. Welcher, trotz einiger Änderungen, bis heute noch keinen praktischen Status erreicht hat.

    Schleswig-Holstein durfte unterdessen zahlreichen Anbietern eine Genehmigung erteilen. Allerdings mit einer zeitlichen Frist. Manche davon sind bereits ausgelaufen, andere stehen kurz davor. Währenddessen fand bei den anderen Bundesländern das Umdenken statt. Mit der Hoffnung, dass in 2019 der entscheidende Schritt in die Richtung einer weitreichenden Marktöffnung unternommen wird. Schleswig-Holstein zeigte, wie es funktionieren kann. Auch andere EU-Länder, wie Großbritannien oder Dänemark, besitzen seit geraumer Zeit eine funktionierende Regulierung.

    Doch was passiert mit den genehmigte Online Casinos & Co, welche im deutschsprachigen Raum diesen Monat ihre Lizenz verlieren? Viele werden sich auf die anhaltende Grauzone berufen und ihre Lizenzen aus Malta sowie Großbritannien vorzeigen. Andere haben sich aus Gründen der Sicherheit schon zurückgezogen, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

    Dass sich alle dem „Gesetz zur Neuordnung des Glücksspiels“ aus dem Norden anschließen werden, ist sehr unwahrscheinlich. Mittlerweile ist in Schleswig-Holstein wieder die CDU an der Macht. Von ihr ging die damalige Regulierung aus. Hans-Jörn Arp gilt als größter Verfechter für sinnvolle Rahmenbedingungen, welche eine Lizenznutzung ermöglichen.

    Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, wirbt seit Monaten dafür. Sollten sich die anderen Bundesländern nicht seiner Gesetzgebung annähern, würde er ggf. wieder den Alleingang bestreiten.

    Nun ist die Sachlage hier alles andere als eindeutig. Weshalb mancher Betreiber am Dienstag den Stecker zog. Dabei fiel auf, dass jene Anbieter reagierten, welche außerhalb Schleswig-Holsteins keine Lizenz besaßen. So erging es auch den Merkur-Spielcasinos im Internet.

    Spieler sollten sich also nicht wundern, wenn sie beim nächsten Besuch ihres bevorzugten Online Casinos einen Hinweis erhalten. Inklusive dem Verbot zum weiteren Spielen.

    Das bekannte DrückGlück Casino ist unterdessen weiter verfügbar. Auch ohne gültige Genehmigung aus dem Norden. Eben weil sie sich auf die Lizenzen aus Malta und Großbritannien stützen.

  15. #34
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Jaja, 2019 wird sich alles ändern. Dann sind sie auch erst sieben Jahre dabei etwas Brauchbares auf die Beine zu stellen. Großes Kopfschütteln bei der Unfähigkeit unserer Behörden. Die müssen es schließlich ausarbeiten. Warum nicht jemanden aus der Branche dazu nehmen oder bei den Nachbarn orientieren? In Schleswig-Holstein läuft es doch auch. Wäre ja zu einfach.

  16. #35
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Hessen macht Druck beim Glücksspielstaatsvertrag

    In diesem Jahr will man es richten. Seit dem Sommer 2012 ist der Glücksspielstaatsvertrag in Kraft. Zumindest irgendwie, denn bis dato hat er seine Praxistauglichkeit verfehlt. Doch in 2019 soll sich dies ändern. Hessen, ursprünglich für die Lizenzvergabe verantwortlich, macht nun Druck.

    Die schwarz-grüne Regierung hat es in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten. Bis zum Jahresende muss es eine „zufriedenstellende Regelung“ geben. Andernfalls werde man das Regelwerk aufkündigen und sein eigenes Glücksspielgesetz gestalten. Dort würde man sich für einen deutlich offeneren Glücksspielmarkt entscheiden. So drückte es die hessische Landesregierung kurz vor dem Weihnachtsfest aus.

    Doch will man damit mehr als nur Druck ausüben. Der Appell soll als Denkanstoß dienen, woran es bislang scheiterte. Nämlich einen deutlich liberaleren Umgang mit dem virtuellen Glücksspiel.

    Was in 2012 auf die Beine gestellt wurde, entsprach schon damals nicht dem Zeitgeist. Mehr als sechs Jahre sind vergangen und beim iGaming wurden große Fortschritte erzielt. Auch in punkto Sicherheit, denn hier nehmen die erfolgreichen Anbieter ihre Aufgaben sehr ernst. Großbritannien macht es als Paradebeispiel vor. Eine sehr strenge Regulierung mit scharfen Kontrollen und der Rubel rollt trotzdem.

    Schätzungsweise über 93 Milliarden Euro setzen deutsche Spieler pro Jahr bei Casinos, Poker, Sportwetten & Co. Mehr als 40 Prozent der Summe gehen dabei im nicht regulierten Bereich verloren. Eine Teilöffnung des Marktes, ursprünglich waren nur 20 Sportwetten-Lizenzen vorgesehen, würde daran nicht viel ändern. Deshalb fordert Hessen eine umfangreiche Regulierung mit liberalem Ansatz.

    Dazu eine bundesweit geführte Behörde, um die Konzessionen und Angebote zu überprüfen. Das staatliche Lottomonopol wird vermutlich nicht angekratzt. Doch der Rest benötigt ein funktionierendes Regelwerk für alle Bereiche.

    Mit dem Glücksspielstaatsvertrag soll auch das landbasierte Angebot in geordnete Bahnen gelenkt werden. Hier entscheiden Länder und Kommunen bislang für sich. Was zu einem großen Durcheinander wegen individueller Umsetzung führt.

    Hessen steht mit seinem Wunsch übrigens nicht allein da. Auch Politiker aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Bayern stehen für eine praktische Regulierung ein.

  17. #36
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Hessen hat demnach die Macht den grottigen Glücksspielstaatsvertrag aufzulösen? Das wäre nach dann sieben Jahren auch langsam mal der richtige Ansatz. Hoffentlich ziehen sie es durch. Ich vermute, dass die Bundesländer diese Deadline voll ausreizen und Hessen selbst agieren muss. 2019 bleibt es ruhig um die deutsche Glücksspiel-Regulierung, so mein Tipp.

  18. #37
    Mobile Casino Tester Avatar von PAYSAFEMASTER
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    Standard

    Achtung Offtopic:

    Meine Haltung gegenüber dem Fernsehen ist auch relativ speziel. Jedenfalls habe ich den nru gekauften Fernseher letztes Jahr nach ein paar Monaten wieder verkauft und lebe wieder weiterhin ohne TV. An dieser Stelle werde ich daran erinnert, dass ich früher ein Online-Magazin (30-30min Video monatlich) verfolgte, was ich wieder mal nachholen müsste. Leider hat sich das Magazin beim letzten Nachsehen etwas negativ verändert. So ist man zB eine Kooperation mit andrren Magazinen eingegangen und auch der Inhalt ist nicht mehr ausschliesslich auf das kritisch-satirische Hinterfragen von gefundenen TH-Szenen und Videos beschränkt. Habe mit der Seite nichts zu tun und möchte keine Schleichwerbung machen, und es ist lange her dass ich sie auf Aktualität geprüft habe (bestenfalls existiert es gar nicht mehr), aber aufgrund des obigen Beitrages ging ich davon aus, es könnte für den Vorposter u.U. interessant sein. Jedenfalls werde ich bei Gelegenheit die ganze Sache prüfen, ggf. erstelle ich dann im Offtopic Bereich einen eigenen Thread dazu, weil der Inhalt und die Haltung diesbezüglich mich damals sehr angesprochen hatte. Ähnlich wie ich früher stets "perlen-Mitschnitte" aus dem Programm des CallInTV Senders 9Live gesucht / gejagt hatte. Wenn man dann auf seltene Mitschnitte von anderen Leuten stösst, ist es folglich für einen selbst umso wertvoller.

  19. #38
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Geplante Sperren für deutsche Online Casinos & Co

    Am kommenden Donnerstag treffen sich die die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer in Berlin. Sie wollen dann über das weitere Vorgehen bzgl. illegaler Online Casinos und ähnlicher Angebote sprechen. Angeblich sollen Internetsperren geplant sein. Internetprovider würden dazu aufgefordert die entsprechenden Seiten zu blockieren. Der Vorschlag ist nicht neu und scheiterte bis zuletzt an der Umsetzung.

    Es gibt nun Gerüchte, dass die Arbeitsgruppe der 16 Landesregierungen eben solche Internetsperren als bestes Mittel betrachten. Eine entsprechende Vorlage wurde ausgearbeitet und soll am Donnerstag auf dem Tisch der Ministerpräsidenten liegen. „Aktuell geht es den Ländern darum, den Vollzug insbesondere gegen illegale Online-Angebote zu stärken“, erklärte die Berliner Senatskanzlei.

    In seiner aktuellen Fassung sieht der Glücksspielstaatsvertrag keine Lizenzen für Online Casinos, Poker usw. vor. Lediglich Sportwetten versucht man seit dem Sommer 2012 zu genehmigen. Jedoch ohne Erfolg. Mitte 2019 enden die Ausnahmeregelungen für private Anbieter. In diesem Jahr muss unbedingt ein brauchbarer Ansatz gefunden werden.

    Hessen würde notfalls den Glücksspielstaatsvertrag auflösen und den Neuanfang wagen. Sofern die Ministerpräsidenten keine entscheidenden Änderungen am bestehen Vertragswerk vornehmen wollen.

  20. #39
    Casino Tester Avatar von Masterplan
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    Standard

    Da gibts nur 1 Gegenmittel:
    CDU/CSU, SPD bei Wahlen aller Art unberücksicht lassen.

  21. #40
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Bis aus einer Idee die Umsetzung stattfindet, braucht es in Deutschland 5 bis 10 Jahre. Hoffentlich haben SPD und CDU/CSU dann mal dazu gelernt. Aber ich bin auch dafür, dass viel jüngere Politiker an die Macht kommen. Wir brauchen Führungskräfte von heute, nicht die noch gedanklich in der Zeit vor der Wende verharren. Da sitzen so viele Karteileichen im Bundestag, wenn es um die technologischen Neuerungen der letzten zehn Jahre geht. Grauenhaft armselig.

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