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Thema: Der Glücksspielstaatsvertrag von Deutschland

  1. #221
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Zitat Zitat von Casoni Beitrag anzeigen
    Wichtig ist, dass Tischspiele überhaupt angeboten werden. Selbst in den Ländern mit strengster Regulierung wurden Table Games für Spieler aus dem eigenen Land zugelassen.
    Aber bedeutet das nicht, dass die Anbieter nur für ihre Tischspiele eine separate Domain führen müssen? Eine andere, zugelassene Trennung kann ich mir nicht vorstellen. Bei dem höheren Kostenfaktor werden sie die Tische lieber ganz weg lassen. Slots sind eh profitabler.

    Zitat Zitat von Casoni Beitrag anzeigen
    Unter diesen Umständen werden kleinere Online Casinos wahrscheinlich nicht profitabel funktionieren. Die großen Anbieter subventionieren das irgendwie quer mit anderen Spielen.
    Die großen Anbieter subventionieren das mit deutlich weniger Aktionen. Womöglich müssen deutsche Highroller auch auf ihren VIP-Status verzichten o.Ä.

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  3. #222
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Glücksspielstaatsvertrag tritt am 1. Juli 2021 in Kraft

    Der GlüNeuRStV wurde vom Landtag in Sachsen-Anhalt ratifiziert und ebnet somit Weg für die Umsetzung ab dem 1. Juli 2021. Die Genehmigung von Sachsen-Anhalt war für die Umsetzung des GlüNeuRStV von entscheidender Bedeutung. Zwar hatten bereits 13 der 16 Länder unterzeichnet, aber in Sachsen-Anhalt soll die neue Regulierungsbehörde für Glücksspiel entstehen. Als Standort hat man die Stadt Halle (Saale) auserkoren.

    Die Arbeiten zur Einrichtung dieses Gremiums sind im Gange. Bis Ende 2022 soll die Behörde vollständig einsatzbereit sein. Sachsen-Anhalt ist somit die 15. Stimme, welche dem neuen Staatsvertrag grünes Licht erteilt. Lediglich Nordrhein-Westfalen steht noch aus, aber formal betrachtet, ist alles erledigt.

    DSWV-Präsident Mathias Dahms sagte über die Ratifizierung von Sachsen Anhalt: „Dies ist der Beginn eines neuen Zeitalters der Glücksspielregulierung in Deutschland. Nach Sportwetten regulieren die Bundesländer jetzt zu Recht mehr Online-Spiele, um die Marktaktivität endgültig zu kontrollieren.“

    Der GlüNeuRStV, der Online-Poker und Slots für alle berechtigten Betreiber legalisiert und eine begrenzte Auswahl an Tischspielen vorsieht, wurde bereits im März 2020 von den deutschen Staatsoberhäuptern genehmigt. Anschließend legte man das Papier der Europäischen Kommission vor.

    Die Betreiber innerhalb Deutschlands erhielten ab Oktober 2020 eine Übergangsfrist, um die neuen Vorschriften einzuhalten. Nebenbei bemerkte man eine Massenmigration von Spielern zu nicht lizenzierten Websites sowie einen Umsatzrückgang von 75%. Ein Resultat der in 2020 untersagten Sportveranstaltungen und temporären Schließungen von Wettbüros.

    Sportwetten, die durch den Glücksspielstaatsvertrag 2012 legalisiert wurden, haben in Teilen des Landes bereits Gestalt angenommen. GVC, Gauselmann, Tipwin und andere wurden schon vom Darmstädter Regionalrat lizensiert.

    Nach der Umsetzung des GlüNeuRStV sind die Staaten verpflichtet, ihre Bedingungen bis zum 31. Dezember 2028 einzuhalten. Nach diesem Datum haben die Staaten die Möglichkeit, vom Vertrag zurückzutreten, sofern sie ein Jahr im Voraus kündigen. Dabei haben sich nicht alle Aspekte der Gesetzgebung als beliebt erwiesen.

    Umsätze aus Slots und Pokerspielen müssen pauschal 5,3% als Steuer berappen. An den Spielautomaten darf pro Drehung maximal 1€ ausgegeben werden. Gefolgt von einer Fünf-Sekunden-Pause. Besser gesagt, soll der Spin fünf Sekunden andauern, um das Tempo raus zu nehmen. Tischspiele werden getrennt angeboten, und die Option, Lotterien ein Monopol für das Produkt zu gewähren, liegt im Ermessen der einzelnen Staaten.

    Dahms fügte hinzu: „Der neue staatliche Glücksspielvertrag ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer modernen Regulierung, aber es gibt auch Raum für Verbesserungen: Wir betrachten die staatlichen Datenbanken für die vollständige Überwachung aller Verbraucher aus datenschutzrechtlicher Sicht als äußerst fragwürdig.“

  4. #223
    Mobile Casino Tester Avatar von PAYSAFEMASTER
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    Zitat Zitat von Shinobi Beitrag anzeigen
    Der
    Dahms fügte hinzu: „Der neue staatliche Glücksspielvertrag ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer modernen Regulierung, aber es gibt auch Raum für Verbesserungen: Wir betrachten die staatlichen Datenbanken für die vollständige Überwachung aller Verbraucher aus datenschutzrechtlicher Sicht als äußerst fragwürdig.“
    Moderne Regulierung? Für wen denn bitte: die Anbieter, die Spieler, der Staat? Aus meiner Sicht bei keinem davon einleuchtend.

    Die Schweiz hat da eher einen wichtigen und vorbildlichen Schritt in Richtung Regulierung gemacht vor par Jahren. In dieser Form hätte ich dies bis kurz davor nicht für möglich gehalten - wurde jedoch eines besseren belehrt. Insbesondere dass sogar Liveroulette von EvolutionGaming live aus der Spielbank vor Ort gestreamt werden könnte hätte ich Geld darauf verwertet dass dies im 2020 nicht denkbar wäre.

  5. #224
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Der DSWV-Präsident hat immer gut reden. Seine Sportwetten-Branche ist bei Weitem nicht so hart reguliert worden. Casinos sind bei den Buchmachern gute Nebeneinkünfte, aber meistens nicht der Rede wert. Denen kann also egal sein, wie stark Casinos und Pokeranbieter eingeschränkt werden. Mehr Hohn & Spott für eine artverwandte Branche geht nicht!

  6. #225
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Nordrhein-Westfalen hat ebenfalls unterzeichnet

    Theoretisch wäre nur die Zustimmung von 13 der 16 Bundesländer nötig gewesen. Nun sind alle 16 Stimmen komplett, denn der Landtag von NRW hat ebenfalls grünes Licht gegeben. CDU, FDP und AFP stimmten dafür. Die SPD dagegen, während sich die Grünen enthielten.

    Über die anschließenden Aussagen von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kann dagegen debattiert werden. Er sprach angemessenen Rahmenbedingungen für das „in der Realität existente, nachgefragte Glücksspiel“. Eine Überregulierung sehe eher nicht und die Gefahr des Schwarzmarktes ist für ihn somit abgewendet. Weil beide Seiten, strikte Gegner und Befürworter von Online-Glücksspielen, gleichermaßen Kritik äußerten, bestätigt ihn in seiner Meinung. Somit sei der Glücksspielstaatsvertrag gut ausbalanciert.

  7. #226
    Casinospieler Avatar von Emulator
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    Zitat Zitat von Shinobi Beitrag anzeigen
    Eine Überregulierung sehe eher nicht und die Gefahr des Schwarzmarktes ist für ihn somit abgewendet.
    Herr Laschet scheint einen guten Sinn für Humor zu haben, denn in Anbetracht der Tatsache, dass in anderen Ländern die Glücksspiellizenzen mit weitaus weniger Restriktionen vergeben werden, kann man an sich die deutsche Lizenzierung nur mit einem Totalverbot vergleichen und bei diesem Vergleich ist natürlich keine Überregulierung vorhanden.

    Wie dem auch sei, ich bin jetzt schon gespannt auf das erneute Scheitern eines deutschen Online-Roulette.
    Bereits 3x ist Online-Roulette gescheitert(Hamburg, Wiesbaden, Niedersachsen).
    Demnach sollte auch ein vierter Fehlschlag möglich sein.

  8. #227
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Deutschland schafft noch irgendwann einen Eintrag für den Rekord mit den meisten Verboten und Regulierungen. Die obersten Minister unterzeichnen doch einfach was ihnen vorgelegt wird. Die mögen zwar alle gern im Bundes- und Landtag an ihren Handys daddeln. Medien- und Internetkompetent sind sie deswegen noch lange nicht. Allein schon die sinnfreie Zwangstrennung von Slots und Tischspielen. Gibt es das in irgendeinem anderen Land?

  9. #228
    Casinospieler Avatar von Emulator
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    Zitat Zitat von WinningJack Beitrag anzeigen
    Gibt es das in irgendeinem anderen Land?
    Mir ist kein weiteres Land bekannt.
    Der Grund für die Trennung ist natürlich, dass die Spielbanken weiterhin ein Monopol auf Tischspiele haben möchte, andernfalls wäre nämlich ein Internetauftritt der jeweiligen Spielbanken unnötig, da bereits sämtliche Casinos über Tischspiele sowohl in RNG, als auch in Live-Form(Evolution, Playtech) verfügen.

    Die Schweiz ist in dieser Hinsicht wirklich ein Vorbild. Dort gibt es zwar im Normalfall auch keine ausländischen Anbieter mehr, aber die schweizerischen Spielbanken haben ein Angebot welches denen von den MGA-Casinos durchaus ähnlich ist(Slots, Tischspiele u.s.w).

    Wie gesagt, sollte es überhaupt mal wieder offizielle und legale Tischspiele online geben(Roulette, BlackJack, Baccarat), so reche ich damit nicht vor 2022, eher später.

  10. #229
    Roulette Tüftler Avatar von Roulandy
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    Zitat Zitat von Emulator Beitrag anzeigen
    Herr Laschet scheint einen guten Sinn für Humor zu haben, denn in Anbetracht der Tatsache, dass in anderen Ländern die Glücksspiellizenzen mit weitaus weniger Restriktionen vergeben werden, kann man an sich die deutsche Lizenzierung nur mit einem Totalverbot vergleichen und bei diesem Vergleich ist natürlich keine Überregulierung vorhanden.
    Was wiederum in keinem Fall zur Bildung eines Schwarzmarktes führen wird und Spieler sich jetzt ganz gewiss in scharen auf die Landcasinos stürzen.

    Ganz im stilvollem Ambiete der 60er Jahre *Staub wegwedel* kann dann "endlich" wieder "gepflegt" gespielt werden und es wird sich der Wunsch aller Konzessionäre nach vollen Häusern erfüllen, denn die Kassen werden klingeln und die Spieler werden jede noch so kleine Geste der Landcasinos (Begrüßungs-Mineralwasser, Zwangseintreibung von Eintrittsgeld) mit größten Freuden annehmen.

    Darüber hinaus werden völlig neue Berufsgruppen entstehen wie etwa Jeton Träger, Taschenrechner Tipper für Roulettespieler, Pinkelpagen für Slotspieler und es wird so "fair und gerecht" zugehen wie in den OC denn die Automaten RTP in Landcasinos werden keineswegs geringer ausfallen wie in den OC, na vielleicht ein bisschen.

    Dem öffentlichen Nahverkehr wird ebenfalls Auftrieb beschert denn auch Hans aus Reit im Winkel der kein Auto hat darf nun an dieser einmaligen Regulierung teilhaben.
    Keineswegs wird es Leute wie Hans jemals stören auch mal 4 Stunden am Tag mit einem Bummelzug und Überlandbus unterwegs zu sein um seinem Spielvergnügen näher zu kommen.

    Abgerundet wird dies alles noch durch den besonderen "Weitblick" von Politikern und Lobbyisten denen nichts "heiliger" ist als der Spielerschutz.
    Ja das ist pure Menschlichkeit, denn kommende Generationen von Spielern werden Herrn Laschet über den grünen Klee loben und Herrn Gauselmann ein Denkmal setzen.

    *Ironie Off*


  11. #230
    Casinospieler Avatar von Emulator
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    Die "schlafenden" Spielbanken hätten gerade in der Corona-Zeit genügend Möglichkeiten ein gutes Online-Roulette vorzubereiten(normaler Betrieb ist ja nicht gegeben), aber man erlebt nur gähnende Leere, wie eh und je.
    Wahrscheinlich hofft man, dass nach der Corona-Phase die Spielbanken in Scharen gestürmt werden.

  12. #231
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard EGBA hält deutsche Glücksspiel-Umsatzsteuer für rechtswidrig

    In der vierten Auflage des deutschen Glücksspielstaatsvertrags ist eine pauschale Umsatzsteuer-Abgabe von 5,3% vorgesehen. Die European Gaming and Betting Association (EGBA) argumentiert, dass diese extra Besteuerung die Spieler zu nicht lizensierten Anbietern treiben wird. Noch viel schlimmer, denn laut der EGBA verstößt diese Umsatzsteuer gegen geltendes EU-Recht.

    Zu diesem Zeitpunkt haben zwar schon alle 16 Bundesländer unterschrieben, aber die Steuersätze gelten als noch verhandelbar. Die benannten 5,3% gelten als Vorschlag und sollen für Online-Spielautomaten und Poker gelten.

    Der Branchenverband argumentierte, dass die Steuer dazu führen würde, dass das Hauptziel des Vertrags nicht erreicht wird: Die Akteure auf den regulierten Markt zu bringen. EGBA zitierte kürzlich einen Bericht von Goldmedia im Namen von Entain, Flutter Entertainment und der Novomatic-Tochter Greentube, wonach 49% der Spieler nicht lizenzierte Websites nutzen würden.

    „Spielern außerhalb des regulierten Marktes würde der Schutz des deutschen Verbraucherrechts entzogen. Was die vorgeschlagene Steuer mit dem Hauptziel der neuen Online-Glücksspielverordnung des Landes unvereinbar macht", hieß es.

    Darüber hinaus würde der Steuersatz gegen europäisches Recht verstoßen, indem er dem landgestützten Sektor einen Vorteil gegenüber dem Online-Sektor biete.

    Nach den EU-Vorschriften für staatliche Beihilfen kann ein Mitgliedstaat „bestimmten Unternehmen oder Branchen oder Unternehmen in bestimmten Regionen“ keinen Vorteil gewähren, welcher den Handel durch Interventionen wie Steuersätze beeinträchtigt. Es gibt jedoch bestimmte Ausnahmen von diesem Gesetz.

    „Die vorgeschlagene Steuermaßnahme ist strafbar und würde beispielsweise in Bayern dazu führen, dass Online-Poker und Slots vier- bis fünfmal höher besteuert werden als die landgestützten Casinos im Einzelhandel und 15-mal höher als die Slots in landgestützten Spielhallen ," erklärte die EGBA.
    „Die EGBA glaubt, dass dies eine illegale staatliche Beihilfe nach EU-Recht darstellen würde.“

  13. #232
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Man könnte jetzt argumentieren, dass die staatlichen Spielbanken noch die gesonderte Abgabe für gemeinnützige Zwecke leisten muss. Trotzdem bleibt es dabei, dass hier eine Umsatzsteuer erhoben wird, welche für landbasierte Angebote nicht greift. Das verstärkt nur den Eindruck, zusammen mit der Trennung von Slots und Tischspielen, man wolle die staatlichen Spielbanken mit einem indirekten Monopol bestärken.

  14. #233
    Casinospieler Avatar von Emulator
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    Zitat Zitat von WinningJack Beitrag anzeigen
    Das verstärkt nur den Eindruck, zusammen mit der Trennung von Slots und Tischspielen, man wolle die staatlichen Spielbanken mit einem indirekten Monopol bestärken.
    Aus dem Grund verstehe ich auch die "schlafenden" Spielbanken nicht.
    Sie haben rein rechtlich keine Konkurrenz, denn die "virtuellen Spielhallen" dürfen ja keine Tischspiele anbieten.
    Kurz gesagt, sie habe Idealvoraussetzungen für Online-Roulette, aber möglicherweise vertraut man lieber darauf, dass die Spieler zurück ins Landcasino gehen und scheut die Kosten für einen Online-Auftritt.

  15. #234
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Dabei kreuzen sich die Wege von Spielbanken-Gästen und Online-Spielern äußerst selten. Ich finde, dass sind zwei völlig verschiedene Zielgruppen. Wie du schon schreibst, sollten die Spielbanken endlich den Einstieg ins Internet wagen. Die einzig logische Schlussfolgerung, denn das Publikum verjüngt sich. Sie verpassen hier seit Jahren den Trend und das wird sich bald rächen.

  16. #235
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Umsatzsteuervorschlag liegt nun den Bundestagsausschüssen vor

    Die umstrittene Umsatzsteuer für virtuelle Slot Machines und Pokerangebote hat ihren nächsten Schritt geschafft. Jetzt liegt der Vorschlag den Ausschüssen für Finanzen, Recht, Verbraucherschutz und Sport im Bundestag vor. Der Gesetzentwurf sieht eine zusätzliche Abgabe von 5,3% vor.

    Der Gesetzentwurf legt die Steuerstruktur für Online-Slots und Poker im Rahmen des neuen Glücksspielneuregulierungsstaatsvetrag fest. Es wurde vom Bundesrat, der Vertretung der Bundesländer auf Bundesebene, ausgearbeitet und muss vor seiner Umsetzung vom Bundestag genehmigt werden.

    Der Vorschlag für eine Umsatzsteuer von 5,3% sowohl für Slots als auch für Poker hat sich jedoch als kontrovers erwiesen. Für die betroffenen Glücksspielbranchen werde Deutschland damit absolut unattraktiv, so der logische Schluss.

    Kritik kommt aus mehreren Quellen. Im Januar, als der Bundesrat noch über eine Steuer von 8% auf den Slot-Umsatz nachdachte, warnte ein Bericht des führenden Ökonomen Dr. Justus Haucap und des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE). Dort war man der Ansicht, dass eben diese Steuer die gesamte Regulierung zum Scheitern bringen könnte.

    Derzeit können Betreiber Online-Casinospiele in Deutschland über ein Übergangssystem vor Inkrafttreten des Vertrags anbieten. Jedoch nur, wenn sie die Bestimmungen des neuen Vertrags bereits jetzt einhalten. Diese Einschränkungen haben sich bereits auf das Endergebnis der Betreiber ausgewirkt.

    Betclic Everest (Betreiber von Bet-at-Home) sagte, dass die Übergangsphase der Hauptgrund dafür sei, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5,5% zurückging. Bei LeoVegas soll es sogar einen Umsatzrückgang von 55,7% für deutschen Raum gegeben haben.

    Die Termine für die Anhörungen zum Gesetzentwurf in diesen Ausschüssen wurden noch nicht bekannt gegeben.

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