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Thema: Die Mega System Gewinn-Formel

  1. #1
    Casino Tester Avatar von Boni
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    Standard Die Mega System Gewinn-Formel

     

    Das Mega-Verdoppelungs System

    Ohne Risiko ganz mühelos ein Vermögen beim Roulette erspielen. Mit 10 oder 100 Euro starten und ganz einfach 1000 Euro oder 10.000 oder eine Million daraus machen. Einfach nur den Spieleinsatz immer nur verdoppeln (z.B. mit den Stufen 10 - 20 - 40 - 80 -160 - 320 - 640 - 1280 - 2560 - 5120 - 10.240 - 20.480 - 40.960 - 81.920 - 163.840 - 327.680 - 655.360 - 1.310.720 - 2.621.440 - 5.242.880 usw.) und dadurch immer gewinnen?

    Genau so funktioniert es auf Dauer eben nicht. Hier im Casino Forum wurden konkrete Beispiel-Fälle veröffentlicht, bei denen 20er oder sogar 21er-Serien (Schwarz/Rot oder andere 1:1 Chancen) die immer wieder empfohlene Verdoppelungs-Strategie (Martingale oder Mega System) widerlegt haben. Die Verdoppelungs-Progression scheitert in der Praxis sowieso schon am festgelegten Maximum für 1:1 Chancen, das meistens bei 10.000 endet. Ab diesem Stand kann also nicht mehr verdoppelt werden, sondern nur noch im Gleichsatz gespielt werden. Alle bisher aufgelaufenen Verlustergebnisse könnten also nur durch mindestens zwei Plus-Ergebnisse in direkter Folge ausgeglichen werden.

    In Las Vegas oder Monte Carlo gibt es separate Spielbereiche, in denen Mega High Roller mit deutlich erhöhtem Maximum-Limit spielen dürfen. Diese Spieler könnten auch 5 Millionen oder sogar 10 Millionen auf Rot oder Schwarz setzen. Aber dieses Sonder-Recht wird ihnen nur bewilligt, weil sie grundsätzlich mega viel Umsatz beim Roulette machen. Das funktioniert nicht mit Anfangs-Einsätzen von €10, um diese dann notfalls 20x verdoppeln zu können. Den Sonderstatus bezüglich viel höherem (als normal zulässigen) Maximum-Satz bekommt man nur, wenn man sich durchschnittlich wie ein Plattenleger verhält. Der Plattenleger setzt keine runden Jetons, sondern die viereckigen Jetons (1000er aufwärts). Von dieser untersten Stufe aus gesehen würde man in den Milliarden-Bereich kommen, um eine 20er-Serie (Schwarz, Rot oder ähnlich) mit allen Verdoppelungen überstehen zu können. So viel Maximum bekommen auch die Super-Highroller nicht eingeräumt. Und selbst wenn. Spätestens in diesem Limitbereich würde ich mir ernsthafte Gedanken darüber machen, ob die Spielgeräte nicht doch irgendwie manipulierbar sind.


    Mit einem Verdoppelungs-Mega-System funktioniert es also nicht. Daran ist nicht nur der berühmte Schriftsteller Fjodor Dostojewski gescheitert. Viele Roulettespieler haben das Martingale-System (jeder für sich) immer wieder neu erfunden, weil es so besonders einfach und logisch richtig erscheint. Sonst ist ja auch alles irgendwie ausgeglichen. Also wird sich das beim Roulette auch nach ein paar Abweichungen ausgleichen müssen. So sind wir nun mal genetisch programmiert. Hinzu kommt der Effekt der Verlustergebnis-Demenz. Die positiven Spielergebnisse bleiben mehr in Erinnerung als die schlimmeren Katastrophen zwischendurch.


    Gibt es also keine Mega-System Gewinn-Formel?

    Es gibt meiner Meinung nach kein Gewinnsystem, das immer und überall funktionieren kann. Ein so einfaches Gewinnprinzip wäre leicht programmierbar und damit auch ganz einfach nachweisbar. Der praktische Nachweis über hunderttausende und mehr direkt in Folge gesetzte Spielrunden mit spektakulär hohen Gewinnergebnissen (gegen Spiele mit negativ programmierten RTP-Werten) fehlt bisher für Roulette-Systeme mit programmierbaren Regeln und programmierbarer Satztechnik.


    Wie verbessert man seine Gewinnchancen ohne Spiel-System?

    Die Spielregeln des jeweiligen Glücksspiels sollten zunächst so perfekt wie möglich verinnerlicht werden, damit der RTP-Wert (Return To Player = bestmögliche durchschnittliche Auszahlung vom Spielumsatz) schon allein dadurch so genau wie möglich erreicht wird. Der Blackjack-Spieler erreicht die 99,50% Auszahlung vom Umsatz z.B. nur dadurch, dass er (oder sie, die Blackjack-Spielerin) die Basisstrategie beachtet und alle nachteiligen Nebenwetten vermeidet (z.B. Versicherung gegen den Dealer-Blackjack und andere Sidebets mit 95% oder schlechterem RTP). Der Roulette-Spieler sollte sich von American-Roulette-Spieltischen mit Doppelzero (mit mehr als 5% house edge) fern halten und am besten nur auf 1:1 Chancen an Tischen setzen, bei denen die French Roulette Regeln gelten (bzw. La Partage = halbe Einsatz-Rückerstattung nach der Zero-Erscheinung). Dadurch erhöht sich der RTP-Wert von 97,30% auf 98,65%.

    Rein spieltaktisch gesehen empfehle ich nach wie vor die Beachtung der so genannten Persönlichen Permanenz (Permanenz der eigenen ± Ergebnisse). Dazu muss man die innerliche Bereitschaft aufbringen, aus positiven und negativen Erfahrungen zu lernen und gleiche Fehler nicht immer und immer wieder unnötig zu wiederholen.


    Was sind die häufigsten Fehler?

    - Eine schlecht laufende Spielsitzung NICHT mit einem Minus-Ergebnis abzubrechen (sondern diese bis Null-Stand weiter zu spielen).
    - Nach einem Minusergebnis den Einsatz zu erhöhen und nach erneutem Minus wieder zu verdoppeln usw.
    - Sich selbst unter Zeitdruck zu setzen, um das Minusergebnis so schnell wie möglich ausgleichen zu müssen.


    Wie könnte es besser funktionieren?

    - Der Verlustbetrag (z.B. €300) könnte in kleinere Einheiten zerlegt werden (z.B. 6 x je €50), um diese einzeln wieder zurück zu gewinnen
    (das funktioniert langfristig gesehen wirklich besser, als der Versuch, die Sache mit einem 600er-Satz schnell zu regeln).
    - Nach einem gewissen Minusbetrag X oder nach zu langer Spieldauer (vorher festgelegt oder intuitiv entschieden) auch mal die Sitzung abbrechen.
    - Ein gewisses Gewinnziel wird mehrmals in Folge knapp verfehlt und es gibt immer wieder Rückschläge. Dann auch mal vorher abbrechen.
    - Die eigene Pechsträhne ist irgendwie spürbar. Es läuft allgemein schlecht. Dann auch mal kürzere oder sogar längere Zeit pausieren.

  2. #2
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Es ist und bleibt ein Glücksspiel mit Hausvorteil. Und die Verdopplungsstrategie holt dir nur einen Bruchteil an Gewinn heraus, verglichen mit der Einsatzhöhe. Da will man bspw. 10€ zurückholen und setzt dafür hunderte von Euro. Ich habe das mal vor Jahren mit 200€ probiert, welche ich vom Online Poker abzog. Am ersten Tag rauf auf 400€ und gedacht das läuft ja super. Am nächsten Tag alles weg! Ich bin von solchen Strategien geheilt.

  3. #3
    Casino Tester Avatar von Sung
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    Das perfekte Gewinnersystem

    So viel zu gewinnen wie die eigene Bankroll verträgt - UND - nicht gegen elementare Regeln verstößt.
    Seit Jahren bekannt aber der Spieler ist nun mal schwach.

  4. #4
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Genau. Selbst wenn man das perfekte System mit minimalem Hausvorteil nutzt: Die schwächste Komponente bleibt der Mensch. Irgendwann erreicht jeder den TILT-Modus und vergisst alle aufgestellten Regeln. Noch dazu die enorme Geschwindigkeit im WWW. Dutzende Spins innerhalb einer Minute. Absolut fatal, wer sich da Hoffnungen macht immer wieder groß gewinnen zu können.

  5. #5
    Casino Tester Avatar von Boni
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    Zitat Zitat von WinningJack Beitrag anzeigen
    Genau. Selbst wenn man das perfekte System mit minimalem Hausvorteil nutzt: Die schwächste Komponente bleibt der Mensch.
    Genau das ist das Problem. Der Spieler schlägt sich selbst, weil sich die eigenen Fehler beim Spiel aufsummieren. Seriöse Casinos müssen deshalb nicht ihre Spiele manipulieren (bzw. nur positiv zugunsten der Spieler, damit diese sich nicht vorschnell endgültig verabschieden), sondern sie sind nur daran interessiert, dass möglichst viel und möglichst regelmäßig Spielumsatz gemacht wird.

    Die logische Konsequenz kann deshalb nur sein, die menschlichen Fehler möglichst zu vermeiden. Das Casino erwartet von uns möglichst viel Umsatz? Dann machen wir eben so wenig wie möglich Spielumsatz (z.B. durch Differenzspiel beim Roulette, statt unsinnigem Umsatz: Wenn man z.B. €10 auf Rot und zugleich €20 auf Schwarz setzt, kommt immer das gleiche Ergebnis heraus wie bei €0 auf Rot und zugleich €10 auf Schwarz, aber bei Roulette Versionen mit La Partage Regel verliert man im zweiten Fall nur €5 statt €15 nach der Zero-Erscheinung).

    Das Casino erwartet von uns immer schnelleres Spiel mit immer höheren Einsätzen (haltet-den-Dieb-Reflex nach Verlustergebnissen)? Genau dann machen wir es eben umgekehrt und verdoppeln nicht mehrmals nacheinander den Einsatz. Viel besser wäre dann sogar die degressive Satztechnik (statt 1 - 2 - 4- 8 usw. wird also umgekehrt während der Pechsträhne der Spieleinsatz jeweils halbiert oder in anderer Form verringert. Auch dafür gibt es allerdings keine allgemein gültige Formel, wann genau man von dem einen Modus in den anderen Modus wechseln müsste. Die Übergänge zwischen den Glücks- und Pechsträhnen sind teilweise ungeordnet, so dass auch intuitives Gespür eine Rolle spielt. Vielleicht gibt es ja eines Tages mal eine intuitive künstliche Intelligenz, mit der sich die Fehlinterpretationen der eigenen Intuition ausschalten lassen.


    Praxis-Tipp

    Es gibt diese Pech-Tage, an denen sich das Gewinn-Ergebnis nicht erzwingen lässt. Das sind z.B. die sehr seltenen Tage, an denen man in die 12er- oder sogar 15er-Serie (Minus-Serie gegen das eigene Spiel auf 1:1 Chancen laufen wird). Jedes angebliche Mega-System oder so genannte Dauergewinn-System oder Garantie-System wird an diesem Tag 'platzen', wie man den Totalverlustfall in der Fachsprache nennt. Meiner Meinung nach ist es besser, die Verluste zu begrenzen und dadurch auch den Kapitalbedarf geringer zu halten. Die Casinos können sich viel größere Schwankungen leisten, weil sie mehr Kapitalreserve haben und weil ein Teil der verlierenden Spieler die Gewinne der anderen Spieler ausgleicht. Der Spieler hat weniger Kapital zur Verfügung und wird außerdem durch die Minimum/Maximum-Einschränkungen an den Spieltischen zusätzlich behindert.

    Aus eigener Erfahrung rate ich zum Spielabbruch, wenn sich das Gewinnziel bis zum Zeitpunkt X (z.B. nach 30 Minuten) nicht erzwingen lässt oder wenn es mehrmals knapp verfehlt wurde (z.B. +100 geplant, aber beim Stand +97 oder +95 oder ähnlich gab es jeweils Rückschläge) oder wenn es sowieso schlecht läuft (auch wegen unkonzentriertem Spiel oder wegen anderer Beeinflussungen). Das Unterbewusstsein sendet dann gelegentlich auch mal Warnsignale, die man beachten sollte. Dabei werden Erinnerungen an ähnliche Spielsituationen mit negativem Ergebnis abgerufen, die zwar verschwommen sind, aber sie können als Warnung trotzdem hilfreich sein.

  6. #6
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Das mit dem Gewinnziel ist eine gute Sache. Wobei ich vorrangig nur ganz kurze Sessions von um die 10 Minuten spiele. Ganz gleich ob der Kontostand dann im Plus oder Minus ist. Es läuft halt nicht jeden Tag rund.

  7. #7
    Casino Tester Avatar von Boni
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    Zitat Zitat von WinningJack Beitrag anzeigen
    Das mit dem Gewinnziel ist eine gute Sache. Wobei ich vorrangig nur ganz kurze Sessions von um die 10 Minuten spiele. Ganz gleich ob der Kontostand dann im Plus oder Minus ist. Es läuft halt nicht jeden Tag rund.
    100 x je 10 Minuten läuft sehr wahrscheinlich besser als 1x 1000 Minuten = fast 17 Stunden am Stück. Warum? In der Marathon-Spielsitzung macht man den gesamten Spielumsatz innerhalb einer großen, lang anhaltenden Schlacht. Der übermächtige Gegner kann in dieser extrem langen Spielsitzungen sein gesamtes Waffenarsenal (z.B. die langen Serien gegen das eigene Setzmuster) mehrfach ausspielen und er spielt in diesen 16 bis 17 Stunden fehlerfrei, während wir zugleich nach spätestens 3 bis 4 Stunden unkonzentrierter werden. Danach werden wir gleichgültiger, risikofreudiger und zuletzt soll die Sache nur noch irgendwie schnell beendet werden, egal mit welchem Ergebnis. Die kurzen Sitzungen laufen mehr nach dem Nadelstich-Prinzip bzw. der Sniper-Taktik. Der übermächtige Gegner wird aus dem Versteck heraus kurz angegriffen und dann zieht man sich sofort wieder zurück. Der offene Schlagabtausch wird dabei vermieden.

  8. #8
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    @Boni, bist du jetzt immer überzeugter davon, dass bei längeren Spielsitzungen irgendwelche Manipulationen entstehen? Weil, wie du schon schreibst, die Software womöglich das Setzmuster erkennt?

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