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Thema: Spielhallen News für Deutschland

  1. #1
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Spielhallen News für Deutschland

    Niedersachsen: Spielhallen sollen per Los geschlossen werden

    Nicht jeder spielt seine Slot Machines online oder kombiniert diese Unterhaltungsform mit gelegentlichen Besuchen einer Spielhalle. Rund um das „Daddeln“ gibt es immer wieder News, welche wir in diesem Beitrag künftig zusammenfassen werden.

    Heute geht es los mit einer Nachricht aus Niedersachsen. Dort steht schon lange fest, dass man der Flut von Spielhallen einen Riegel vorschieben möchte. Dazu sind Regeln wie ein Mindestabstand von 100 Metern zwischen den Einrichtungen und andere aufgestellt worden. Betreibern setzte man eine Frist, in der sie ihre Spielhalle eigenständig schließen konnten. Ab dem 1. Juli 2017 will die zuständige Behörde dann hart durchgreifen. Doch wie entscheidet man wer schließen muss und wer bleiben darf?

    Tatsächlich ist dem Gesetzgeber nichts Besseres eingefallen als das Los entscheiden zu lassen. Spielhallen behandeln bekanntlich das Glück und nun ist deren Existenz in Niedersachsen genau davon abhängig. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, denn der Automatenverband Niedersachsen hat seinen Widerstand angekündigt. Dem Wirtschaftsministerium wirft man vor, dass dieses die gestellten Anträge auf Härtefallregelung einfach ignoriere. Verbandsvorsitzender Heinz Basse hatte sich am Montag darüber ausgelassen.

    Es geht hierbei unter anderem um langfristige Mietverträge, an die man gebunden sei. Manche haben sogar für ihre Spielhalle eine Immobilie gekauft, welche noch lange nicht abbezahlt ist. Plus der Losentscheid als Klärung des Mindestabstandes. Geschätzt die Hälfte aller Spielhallen in Niedersachsen sind bedroht. Daraus ergeben sich immerhin 1.000 Betriebe und ca. 4.000 Angestellte, welche die Schließungen den Job kosten werden.

    Zum Mindestabstand kommt ein Verbot der Bündelung in einem Komplex hinzu. Betreiber dürfen nicht mehr als zwölf Spielautomaten zur Verfügung stellen. Mit den drohenden Schließungen soll die Spielsucht eingedämmt werden. Ministeriumssprecher Stefan Wittke zeigt sich unerbittlich: „Die Härtefälle legen wir restriktiv aus, Ziel ist, das Angebot für Automatenglücksspiele zu reduzieren.“ Doch man wolle Ausnahmen machen, wenn im Einzelfall tatsächlich die Insolvenzgefahr besteht oder jemand als Betreiber bald in Rente gehen sollte.

    Mittlerweile gibt es fast 1.000 Klagen gegen den geplanten Losentscheid.

  2. #2
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Wenn sich Behörden einmal festgelegt haben, lassen sie sich nur noch per Gericht in die andere Richtung zwingen. Sie sind da sehr stur und beratungsresistent. Das durfte ich selbst schon mit den Finanzämtern erfahren. Wenn aber deren Jobs auf dem Spiel stünden, würden sie sofort aufschreien.

  3. #3
    Casino Tester Avatar von Boni
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    Zitat Zitat von Shinobi Beitrag anzeigen
    Dort steht schon lange fest, dass man der Flut von Spielhallen einen Riegel vorschieben möchte. Dazu sind Regeln wie ein Mindestabstand von 100 Metern zwischen den Einrichtungen und andere aufgestellt worden. Betreibern setzte man eine Frist, in der sie ihre Spielhalle eigenständig schließen konnten. Ab dem 1. Juli 2017 will die zuständige Behörde dann hart durchgreifen.
    In einigen Jahren werden viele der weniger profitablen Spielhallen sowieso dicht machen, sobald die Live Slots in den meisten Online Casinos mit angeboten werden. Vom Internet aus ferngesteuerte echte Spielautomaten sind bisher noch die seltene Ausnahme (siehe Sekabet), aber das wird sich wahrscheinlich bald ändern.

  4. #4
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Spielautomaten-Kriminalität größtenteils gesunken

    Wo viel Geld im Spiel ist, bleibt kriminelle Energie nicht aus. Spielautomaten verleiten zu Straftaten und stehen im Mittelpunkt um über sie illegal an Geld zu kommen. Zum Glück ging die Zahl der Verbrechen in dieser Branche größtenteils zurück. Nach einer Serie von Überfällen und Diebstählen, gibt es nur noch selten etwas in den News zu lesen.

    Aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2017 geht hervor, dass es sich um ein rückläufiges Problem handelt. Am 8. Mai legte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die aktuelle Statistik vor. Gemeinsam mit Holger Stahlknecht, Innenminister von Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der Innenministerkonferenz der Länder (IMK), gingen sie auf die Entwicklung ein.

    In einem Abschnitt ging es speziell um die automatenbezogenen Straftaten. 2017 kam es dabei zu insgesamt 15.625 Diebstählen von/aus Automaten. Was ein Minus von 2.749 Fällen bedeutet. Somit sind diese Straftaten in ihrer Anzahl um 13,6 Prozent zurückgegangen. Wovon 2.281 Fälle als „Schwerer Diebstahl“ eingestuft worden sind. Von eben diesen schweren Vergehen konnten Ermittler leider nur 19,7 Prozent aufklären. Immerhin ist diese Quote konstant geblieben.

    Spielhallen wurden von 633-mal (2016) nur noch 591-mal überfallen. Unerlaubtes Glücksspiel reiht sich mit ein. Insgesamt stellten die Beamten 504 Verstöße fest (555 in 2016).

    Aus dem Bericht gehen 5,76 Millionen Straftaten insgesamt hervor. Ebenfalls ein Rückgang und zwar um 9,6 Prozent. Besonders häufig kam es zu Vergehen in den Stadtstaaten (Berlin, Hamburg, Bremen). Berlin schießt mit 14.558 Fällen je 100.000 Einwohnern den Vogel ab. Hamburg liegt mit 12.480 Fällen dahinter.

    Die Stadtsaaten ausgenommen, führt Sachsen-Anhalt mit 8.342 Fällen. Am seltensten werden Kriminalfälle in Bayern eröffnet. Auf 100.000 Einwohner sind es 4.868 Stück. In 2017 konnten mehr als die Hälfte aller Fälle (57,1 Prozent) im Nachhinein aufgeklärt werden.

  5. #5
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Ist doch aber immer noch eine Menge an kriminellen Fällen, die damit zusammenhängt. Wobei mich hier eine genauere Aufschlüsselung interessieren würde. Denn "schwerer Diebstahl" kann auf beiden Seiten erfolgen. Entweder jemand überfällt/knackt die Automaten oder man nutzt die Slot Machines in Hinterzimmer, um damit die Spieler auszunehmen. Letzteres könnte ich mir besser vorstellen, um diese zahlreichen Verfahren zu erklären.

  6. #6
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Berlin und das Problem mit den Café Casinos

    Ein altes Sprichwort besagt: „Wo ein Wille, da ein Weg!“ Seit Jahren versuchen Kommunen und die Regierung die Spielhallen-Flut einzudämmen. Doch nicht immer greift der gesetzlich festgelegte Mindestabstand. Betreiber nutzen rechtliche Schlupflöcher. Besonders beliebt: Die Café Casinos. Und selbst wenn man diesen Einhalt gebietet, finden sich noch andere Lösungen. Notfalls illegal, denn mit Spielautomaten lässt sich gutes Geld verdienen.

    Doch alles der Reihe nach und am Beispiel von Berlin erklärt. Seit geraumer Zeit können hier Besucher eine zunehmende Anzahl von Cafés feststellen. Wobei dieser Name nur als Deckmantel dient, um den Gesetzgeber ruhigzustellen. Im Inneren der Einrichtung sieht es nämlich wenig familienfreundlich aus. Eher nüchtern und zweckfördernd, da es hier schließlich nicht um Genuss geht.

    Die Betreiber der Café Casinos wollen nur den Anschein erwecken, dass hier der Verkauf von Café und anderen Getränken im Mittelpunkt steht. Wer dies formal so beim Gewerbeamt angibt, darf sich noch bis zu drei Spielautomaten aufstellen. Deren Ertrag mitunter weit über dem der Getränke liegt.

    Am Britzer Damm kontrollierten die zuständigen Behörden nun das Geschehen. Sechs solcher Cafés stehen hier dicht an dicht. 24 Stunden, also rund um die Uhr geöffnet. Aber wer trinkt denn hier nachts um Drei noch einen Kaffee? Vermutlich niemand, aber darum geht es den Betreibern auch nicht.

    Die sechs Lokale sind nur mit Glaswänden voneinander getrennt. Sie hören auf Namen wie „Britzer Milchbar“ oder „Café Orient“. In Wirklichkeit ähneln sie sich optisch sehr stark. Einfach deshalb, weil der Betreiber eben Geld mit den Automaten einnehmen möchte. Flair und Atmosphäre stellten sich den kontrollierenden Beamten als unwichtig heraus.

    Am vergangenen Mittwoch strömte die Polizei in die sechs Café Casinos und prüfte alles im Detail. Verdachtsmomente bestätigten sich und die Einrichtungen wurden prompt geschlossen. An diesem Tag mussten sich 33 Spielstätten einer solchen Prüfung untersuchen. Nur eine Kontrolle verlief ohne Beanstandung. Alle anderen, auch zwei offizielle Spielhallen und zwei Wettbüros, dürfen nun nachbessern. Sofern ihnen der weitere Betrieb gestattet wurde.

    Durch Café Casinos werden die geregelten Mindestabstände zwischen Spielhallen gekonnt ignoriert.

  7. #7
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Weil der Gesetzgeber einfach nicht in der Lage ist vernünftige Rahmenbedingungen auf die Beine zu stellen. Erst erlauben sie nahezu ungebremst die Spielhallen-Flut, dann beschweren sich die Politiker über diese. Nun wollen sie diese eindämmen und am liebsten wieder gänzlich verbieten. Doch die Betreiber haben verstanden, wie viel Geld sich damit verdienen lässt. Also finden sie Mittel und Wege. Zur Not auch illegal.

  8. #8
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Spielhallen lassen gesperrte Spieler trotzdem zocken

    Eine Überprüfung der Kunden von Spielhallen findet in aller Regel statt. Stellen sie dabei fest, dass dieser gesperrt ist, lassen sie ihn oder sie aber trotzdem spielen. Das Bundesland Hessen hat dazu eine Studie finanziert, welche genau diesen Rückschluss ergibt. Grund dafür sind die rund 24.000 Hessen mit einem problematischen Glücksspielverhalten. 13.000 von ihnen gelten als stark spielsüchtig und vorzugsweise geben sie ihr Geld an Automaten aus. Dabei handelt es sich um eine Hochrechnung der Landesstelle für Suchtfragen. Dem liegt eine der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zugrunde.

    Mit dieser Studie in der Hand, wird abermals der Ruf nach einer Spielerkarte laut. Gäste von Spielhallen sollen nur mit dieser Zutritt erhalten. Haben sie sich selbst gesperrt oder das Personal belegte sie mit einem Verbot, dürfen sie in keiner Einrichtung mehr zocken.

    Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) fordert eine bessere Schulung und Sensibilisierung des Personals in den Spielhallen. Hessen besitzt seit 2014 ein landesweites Sperrsystem. Seitdem wurden schon 16.300 Spieler und Spielerinnen erfasst. Fast immer haben sie sich selbst dazu angemeldet. Seltener reagierte das Personal richtig. Wenn Sie in eine Spielhalle eintreten, werden ihre Personalien überprüft und ggf. der Zutritt verwehrt.

    Aus den Daten des Schutzsystems geht hervor, dass 88 Prozent der gesperrten Spieler männlich sind. Knapp die Hälfte besitzt einen Migrationshintergrund. Wer eine starke Neigung zur Spielsucht besitzt, kann sich damit selbst helfen und ebenso helfen lassen. Sofern sich ein Spieler seines problematischen Verhaltens bewusst ist, erachtet er das Schutzsystem als sinnvoll und positiv. Diese Barriere hält sie einmal öfter davon ab zu gambeln.

    Das Forscherteam hinter der Studie plädiert für eine bundesweite Einführung des Systems. Doch nur mit der personenbezogenen Spielerkarte könne man einen verbesserten Spielerschutz gewährleisten. Wichtig wäre zudem, dass diese Karte individuelle Limits berücksichtigt. Dazu müssten die Automaten entsprechend umgerüstet werden. Außerdem empfehlen die Forscher Geldspielautomaten aus der Gastronomie zu verbannen.

  9. #9
    Casino Tester Avatar von WinningJack
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    Standard

    Und dann blüht demnächst der Handel mit gefälschten Spielerkarten auf.
    Aber mal im Ernst: Die Idee ist gut. Wer sich einmal selbst gesperrt hat, tat dies nicht ohne Grund. Also muss das Personal auch entsprechend handeln oder macht sich strafbar.

  10. #10
    News Editor Avatar von Shinobi
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    Standard Stuttgart: Manipulierte Spielautomaten brachten Millionen ein

    Im Frühjahr hatten Polizei und Steuerfahndung vier Spielhallen durchsucht, welche unter Verdacht standen. Am Freitag wurde mitgeteilt, dass die Beamten dort manipulierte Spielautomaten fanden. Der 52-jährige Betreiber soll somit sehr viel Geld erbeutet haben. Ahnungslose Spieler hatten über Jahre hinweg bei ihm gewettet. Durch die Beschlagnahmung kam ein Vermögen von rund zwei Millionen Euro zusammen.

    25 Geldspielautomaten hatte sich der Mann eingerichtet. Elf davon wurden nach Ablauf weiterhin betrieben. Weitere neun Geräte besaßen eine nicht mehr zugelassene Software-Version. Fünf Automaten wiesen beide Vergehen vor. Eine Manipulation konnten die Beamten nicht ausschließen. Diesem Verdacht wird noch nachgegangen.

    Somit verstieß der Betreiber gleich mehrfach gegen die Spiel- und Gewerbeordnung. Das Amtsgericht Stuttgart urteilte deshalb mit der Beschlagnahmung des Vermögens. Vermutlich handelt es sich dabei um die Gewinne, welche Spieler unrechtmäßig verloren haben.

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