Die Erwerber der landeseigenen Spielbanken in Magdeburg, Halle und Wernigerode haben den Kaufpreis von einer Million Euro noch nicht gezahlt. Das bestätigte gestern ein Sprecher des Finanzministeriums. Eigentlich hätte der Käufer, die Sybil-Group aus Zypern, die Summe bereits am 18.Januar zahlen müssen. Wie die Volksstimme erfuhr, soll das Geld nun am 15.März überwiesen werden.

"Die vertraglichen Vereinbarungen sind nicht gefährdet", betonte der Ministeriumssprecher. Er begründete dies damit, dass der Investor bereits sogenannte Sicherheitsleistungen von 2,3 Millionen Euro hinterlegt habe.

Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) hatte im Dezember 2009 den Vertrag zum Verkauf der Spielbanken unterschrieben. Darin ist neben dem Kaufpreis auch vorgesehen, dass die Sybil-Group Schulden der Spielbankgesellschaft in Höhe von 2,4 Millionen Euro übernimmt.

In den drei Casinos sind rund 90 Mitarbeiter beschäftigt. Laut Kaufvertrag soll es in den nächsten fünf Jahren keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Die Sybil-Group will nach bisherigem Stand die drei Spielbanken erhalten und in den nächsten Jahren 300 Millionen Euro in den Bau eines Freizeitparks mit Casinos in Vockerode bei Dessau investieren.

Die CDU/SPD-Landesregierung hatte sich für den Verkauf der Spielbanken entschieden, weil deren Umsätze seit Jahren sinken.