Zehn Millionen Euro will die Westspiel GmbH in den neuen Standort Schlachte/Ecke Langenstraße investieren, um den Einnahmerückgang zu stoppen. Dabei hatte sich das Casino gerade erst vor drei Jahren nach einer 2,5 Millionen Euro teuren Renovierung in neuem Glanz präsentiert. Dennoch gingen die Erträge insgesamt seit Jahren eher zurück, auch wenn das Bremer Haus 2008 entgegen dem Trend bei Westspiel ein wenig zugelegt hatte.

Offenbar ließ sich auch Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) jetzt überzeugen, dass die Spielbank in der Böttcherstraße keine rosige Zukunft hat. Aber es geht auch nicht nur um den Standort Böttcherstraße, denn das eigentliche Geld wird beim Automatenspiel am Breitenweg verdient. Hier sorgten Rauchverbot und strengere Einlasskontrollen für sinkende Einnahmen. Das Domizil Breitenweg käme wohl nicht ohne Renovierung aus.

Künftig werden beide Häuser zusammengeführt. Dafür sprach sich der Senat am Dienstag aus. „Seit Jahren sinkende Einnahmen und die Ende des Monats auslaufende Mietoption für ein attraktives Gebäude mit Weserblick zwingen zum Handeln“, sagte Linnert. Und: „Mit der Zusammenlegung von Klassischem Spiel und Automatenspiel an einem neuen, attraktiven Standort wollen wir die Ertragssituation verbessern.“

Im neuen Domizil an der Schlachte stehen etwa 1000 Quadratmeter zur Verfügung. Im Keller ist das „Enchilada“ beheimatet, die Spielbank zieht ins Erdgeschoss, die Verwaltung darüber. Casino-Chef Michael Wiebeck rechnet mit einem Jahr Umbauzeit.