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Wegen einer ganzen Serie von brutalen Überfällen müssen sich seit Montag fünf Männer vor der Kriminalkammer Luxemburg verantworten. Im Jahr 2007 hatte die Bande drei Spielkasinos im belgischen Grenzraum, eine Gaststätte in Düdelingen und einen Geschäftsmann in Gasperich überfallen.
Kurz vor fünf Uhr drangen am frühen Morgen des 13. November drei bewaffnete und vermummte Männer in ein kleines Spielkasino im belgischen Messancy ein. Die drei anwesenden Gäste wurden überwältigt und gefesselt. Der einzige anwesende Angestellte wurde von den Tätern gezwungen die Kasse auszuhändigen und auch die Gäste wurden ihrer Wertsachen beraubt und zur Herausgabe von Bargeld gezwungen. Der Angestellte war sich allerdings sicher unter den Tätern zwei Kunden erkannt zu haben und so wurden schon am Tag darauf auf Anfrage der belgischen Polizei bei den beiden Männer in Mamer und im hauptstädtischen Bahnhofsviertel Hausdurchsuchungen durchgeführt. Dabei stellte die Kriminalpolizei in einem Geldschrank eine größere Geldsumme sicher. „Die beiden Verdächtigen gaben gleich zu, dass das Geld aus dem Überfall am Vorabend stammt“, erklärt der Ermittler H. am Montag vor der Kriminalkammer. Auch die Namen der Komplizen erfuhren die Polizisten gleich beim ersten Verhör. Bis auf einen Verdächtigen, haben alle Angeklagten inzwischen umfassende Geständnisse abgelegt. Bei weiteren Hausdurchsuchungen entdeckten die Polizisten recht schnell, dass dieser Raub nur die Spitze eines Eisberges darstellte. So wurde auch eine auffällige Uhr sichergestellt, die eine Woche zuvor beim brutalen Raubüberfall auf einen Geschäftsmann auf der Cloche d'Or gestohlen worden war. Kurz nach vier Uhr drangen drei Männer am Morgen des 6. November 2007 in die Wohnung des Opfers über dessen Geschäftsräumen ein. Der Mann setzte sich anfangs zur Wehr, gab aber nach, nachdem einer der Täter mehrfach mit einem Hammer auf ihn eingeschlagen hatte. Die Täter schienen sich sicher zu sein bei diesem Überfall fette Beute zu machen. „Während über einer Stunde durchsuchten sie die Wohnräume“, betont der Polizist H. vor Gericht. „Dabei wurde der Komplize, der an der Straße Schmiere stand, offenbar reichlich nervös. 18 Mal telefonierte er mit den Tätern im Innern.“ Die Bande entkam schließlich mit einer Beute in Höhe von 3000 Euro. Das Fluchtfahrzeug war im Februar 2007 bei einem Autohändler in Moutfort entwendet worden. Bei den Hausdurchsuchungen Mitte November wurde aber auch ein Führerschein gefunden, der am 26. Oktober 2007 beim Überfall auf ein Café in Düdelingen entwendet wurde. Gegen zwei Uhr Morgens war der Betreiber zusammen mit zwei Bekannten von drei maskierten und mit Pistolen bewaffneten Männern ausgeraubt worden. Dabei fiel auf, dass die Täter über ausgeprägtes verfügten, denn sie wussten beispielsweise, wo der Besitzer die Tageskasse versteckt hielt. Die Ermittlungen ergaben, dass der Fluchtfahrer des Überfalls zu dem Zeitpunkt ein Verhältnis mit einer Angestellten hatte. Die Räuber erbeuteten 30.000 Euro. Beweise wurden auch für einen Überfall am 19. September 2007 auf ein kleines Spielcasino wenige Meter jenseits der belgischen Grenze in Steinfort sichergestellt. Kriminalermittler H. berichtet beispielsweise von einem roten Rucksack und einer auffälligen Jacke, die auf den Aufnahmen der Sicherheitskameras klar zu erkennen waren. Zudem hatte ein Täter die Kasseneinlage aus dem Casino aufbewahrt. Während bei den anderen Überfällen immer die gleichen vier Täter am Werk waren, soll den Ermittlungen zufolge bei diesem Überfall der Schwager eines der Bandenmitglieder beteiligt gewesen sein. Auch bei diesem Raubüberfall, bei dem 14.000 Euro erbeutet wurden, verfügten die Täter über ausgeprägte Tatortkenntnis. So hatten sie beispielsweise eine Türklinke dabei, um die Tür zum Salon zu öffnen. Der Betreiber des Casinos hatte die äußere Klinke nämlich nach einem Überfall wenige Monate zuvor entfernen lassen, damit eventuelle Angreifer nicht mehr ungehindert in den Spielraum eindringen können. Der Geschäftsführer hatte diesen ersten Überfall am 13. August 2007 nicht einmal der Polizei gemeldet – aus Angst, dies könne dem Ruf des Casinos schaden. Wie sich später herausstellte, ging auch dieser Raub auf das Konto der Beschuldigten. Der Prozess wird am Dienstag fortgeführt. |
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#2 (Permalink) |
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Casinospieler
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Was für ein Fall. Dies kann in der Form bei einem Online-Casino zum Glück nicht passieren. Obwohl es durchaus sicher auch virtuelle Casinoräuber geben könnte, die sich bei den Online-Casinos oder in Spieleraccounts einhacken können. War dies der Grund, weshalb du diese Geschichte hier gepostet hast? Oder habe ich etwas Wichtiges übersehen?
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