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Alt 23.11.2010, 20:01   #1 (Permalink)
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Standard Zehn Jahre nach der Scheidung: Lottogewinn führt zu verspätetem Rosenkrieg

Ein britischer Lottogewinner muss seiner Ex-Frau über zwei Millionen Euro zahlen. Nachdem sie von seinem Gewinn von über 66 Millionen Euro erfahren hatte, startete Wendy P. zehn Jahre nach der Scheidung einen verspäteten Rosenkrieg. Über ein Gerichtsverfahren versuchte sie, mehr als acht Millionen Euro von ihrem früheren Gatten einzuklagen. Nach monatelangen Verhandlungen darf sie sich nun immerhin über ein Viertel des geforderten Betrags freuen.

Im Februar sahnte Nigel P. Englands drittgrößten Lottogewinn ab. Ein Los der Online-Lotterie „Euromillions“ bescherte dem 44-Jährigen die Hälfte des gigantischen Jackpots: Von einem Tag auf den anderen war der Brite um rund 66 Millionen Euro reicher. Seinen überraschenden Sieg feierte der frühere Angestellte, indem er seine Lebensgefährtin heiratete. Kurz darauf bezog er mit seiner neuen Frau ein nobles Anwesen in der englischen Grafschaft Yorkshire, das sich in der Nachbarschaft von Liz Hurley und Kate Moss befindet. Außerdem spendete der Lottogewinner eine hohe Geldsumme an Wohltätigkeitsstiftungen.

Doch die Freude währte nur kurz: Als seine Ex-Frau Wendy von dem Gewinn und den Plänen ihres ehemaligen Ehemannes erfuhr, weiteres Geld an Verwandte zu verschenken, forderte sie einen Gewinnanteil in Höhe von acht Millionen Euro. Um Streit zu vermeiden, schlug er daraufhin vor, zwei Millionen Euro in einem Treuhandfonds für ihre 13-jährige Tochter anzulegen. Doch seine Ex-Frau, die ihren Ehemann damals für einen anderen verlassen hatte, lehnte das Angebot ab.

„Nigel ist sehr verletzt“, zitiert die britische Tageszeitung „Daily Mail“ eine Quelle aus dem Umfeld des Gewinners. „Was Wendy getan hat, macht alles zwischen den beiden kaputt. Von Anfang an hatte er fest eingeplant, Wendy ein großes Geldgeschenk zu machen.“ Ein Verwandter bestätigte gegenüber der Tageszeitung, dass das geschiedene Paar damals darauf verzichtet hatte, den Schlussstrich gerichtlich absegnen zu lassen. Dadurch hat Wendy P. laut Gesetz jederzeit das Recht dazu, die Unterhaltszahlungen ihres Mannes an die gemeinsame Tochter zu unterbrechen und stattdessen eine einmalige Abfindungszahlung zu fordern.

Wendy P. verließ vor zehn Jahren ihren Mann. Die dreijährige Tochter lebt seither bei der Mutter. „Sie haben über die Jahre versucht, um des Kindes Willen Freunde zu bleiben“, erklärte ein Freund des Paares der „Daily Mail“. „Aber dieser Gerichtsstreit hat alles zunichte gemacht.“
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