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Alarmiert ist der GRÜNE Landtagsabgeordnete angesichts der Pläne für eine Novelle des Sportwetten-Gesetzes in Tirol (Buchmacher- und Totalisateursgesetz). Sportwetten und illegales Glücksspiel kommen in Tirol praktisch immer gemeinsam vor. Wo es illegales Glücksspiel gibt, gibt es auch Sportwetten. Das stellt auch die Landesregierung in ihren erläuternden Bemerkungen zum Gesetz fest: Bei Beschlagnahmung von Automaten für Sportwetten kommt es praktisch immer auch auch zu Beschlagnahmung wegen illegalen Glücksspiels.
Für die Einhaltung der Bestimmungen für Sportwetten war bisher die Landesregierung zuständig. „Die Kontrollen der Wettlokale funktionierten bisher schon mehr schlecht als recht. Was sich in so manchen Hinterzimmern abspielt, ist geradezu phantastisch“, erklärt Gebi Mair. „Nun will die Landesregierung aber die Verantwortung abschieben und die Bezirkshauptmannschaften für die Kontrolle der Wettbüros zuständig machen. Damit werden Kontrollen aber de facto beendet, und Landesrätin Zoller-Frischauf macht sich zur Patin der Glücksspiel-Mafia in Tirol.“ Die Bezirkshauptmannschaften seien bereits jetzt mit der Kontrolle des illegalen Glücksspiels überfordert; in vielen Bezirken gebe es de facto kaum Kontrollen, berichtet Mair. Außerdem sei es notwendig, die Kontrolle einer korruptionsverdächtigen Branche möglichst nicht einzelnen BeamtInnen zu überlassen, sondern in die Zentralstellen zu ziehen und dort ständig zu durchleuchten. „Die Landesregierung hätte über den Umweg der Sportwetten die Chance gehabt, auch gegen illegales Glücksspiel massiv vorzugehen. Doch statt energischen Einschreitens wird es in Zukunft noch weniger Kontrollen geben. Schade, dass die Interessen der Familien von spielsüchtigen Menschen in Tirol so wenig zählen“, schließt Mair. |
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