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„Start your engines“: So ganz Spielbank-stilecht ist er nicht, der Startschuss, mit dem Wolfgang Weidemann die Roulettes anrollen und die Karten anmischen lässt. Der Spruch passt trotzdem: Die neue Mainzer Spielbank, in der seit Mittwoch die Jetons klackern, zeugt von einer neuen Generation des Glücksspiels. Fünf in edlem Grün bezogene Tische für Roulette-Spiele, vier für Black-Jack und vier für Poker stehen einer ganzen Batterie von insgesamt 200 Automaten mit blinkenden Displays gegenüber.
Neue Spielbank hat neun Millionen Euro gekostet Eine „Gleichwertigkeit“ zwischen Automatenspiel und klassischem Spiel habe man mit der Gestaltung der Räume geschaffen, erklärt Spielbank- Chef Weidemann. Und dabei vor allem Wert auf modernste Innenausstattung gelegt. Lampen, Tresen und Accessoires im Lounge-Stil, glitzernde Silbervorhänge und gedämpftes Licht empfangen die Gäste. Und die haben nach dem Einchecken gleich die Möglichkeit einen Rundgang zu unternehmen - schließlich sollen sich die Glücksspieler, genau wie in Las Vegas, zunächst einmal einen Überblick über das Spielangebot verschaffen können, allerdings ohne die anderen Spieler zu beeinträchtigen, erklärt Weidemann. Neun Millionen Euro hat die neue Spielbank mit einem Hauch von Las Vegas, die sich auf 2.200 Quadratmetern im Domflügel des Hilton ausbreitet, gekostet. „Eine neue Attraktion für Mainz“, schwärmt auch Finanzminister Carsten Kühl, als er sich in der Spielbank umschaut. Um den Bau zu ermöglichen, hat das Land vorübergehend die Abgaben gesenkt. „Für uns ist das auch ein Stück weit Wirtschaftsförderung“, meint Kühl. Eine „Win-Win-Situation“ erhofft sich ebenso Oberbürgermeister Jens Beutel: Nachdem die „Operation am offenen Herzen“, also bei laufender Hilton-Sanierung, geglückt sei, gelte es nun, mit der Spielbank „neue Quellen für die Mainzer Geschäftswelt und die Hotels zu erschließen.“ Nicht nur der OB, auch MAG-Geschäftsführer Martin Dörnemann betonte den Beitrag der Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG) zu dem Projekt: „Die MAG hat in dieser schwierigen Zeit bewiesen, welch positive Beiträge sie zur Stadtentwicklung leisten kann“, so Dörnemann. Ein wichtiger Schritt sei geschafft, um das Mainzer Hilton wieder zu dem werden zu lassen, was es seit den 60er Jahren für Mainz war. Konkurrenz zu Wiesbaden und Bad Homburg Zusammen mit der „Nightlight-Lounge“, der Nachtbar, die auch unabhängig von einem Spielbank-Aufenthalt besucht werden kann, sollen Spielfreunde aus der ganzen Region nach Mainz gelockt werden; mit der neuen, ganz eigenen Identität der Spielbank, so Dörnemann, wolle man nun in Konkurrenz zu Wiesbaden und Bad Homburg treten. Glück ist trotzdem gefragt, wenn man sich zum Zocken hinreißen lässt. Und da spielt es keine Rolle, ob „Chip Runner“, „Xtra hot“, „Super Gaminator“ und die vielen anderen Maschinen mit „Insert Credit, Play now“ zum Mitmachen auffordern, oder der charmante Croupier am Roulette-Tisch, wo die nigelnagelneuen Kugeln durchs noch ganz unschuldig rotierende Roulette flitzen, diskret zum Einsatz einlädt: „Faites vos jeux!" |
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