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Alt 18.08.2010, 20:33   #1 (Permalink)
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Standard Zwei Mitarbeiter sollen Spielbank um viele tausend Euro erleichtert haben

Mit Hilfe ihrer Unterhosen sollen zwei Mitarbeiter der Kasseler Spielbank ihren Arbeitgeber im Frühjahr dieses Jahres um mehrere tausende Euro erleichtert haben. Das bestätigte Dr. Götz Wied, Pressesprecher der Kasseler Staatsanwaltschaft, auf HNA-Anfrage.

Es sei noch unklar, ob von der Strafverfolgungsbehörde wegen Diebstahls oder Unterschlagung ermittelt werde.

Die beiden 60 und 43 Jahre alten Männer aus Kassel waren nach HNA-Informationen in der Spielbank in der Kurfürstengalerie als so genannte Tisch-Chefs beschäftigt gewesen.

Mehrfach sollen die beiden über einen längeren Zeitraum Spieljetons entwendet haben. Das ist für Beschäftigte der Spielbank nicht gerade einfach. Denn weil die Versuchung groß und sehr viel Bargeld im Spiel ist, werden insbesondere die Mitarbeiter streng überwacht.

Ihre Bekleidung hat zum Beispiel keine Taschen. Gerüchteweise war zu hören, die beiden Croupiers hätten Jetons in speziell präparierten Hosenträgern aus der Spielbank geschmuggelt.

Tatsächlich aber hatten die beiden Männer die Plastikjetons, die etwa bei Roulette, Black-Jack oder Poker statt Bargeld eingesetzt werden, wohl schlicht in ihren Unterhosen von ihrem Arbeitsplatz herausgeschmuggelt. Weil die beiden Croupiers die Jetons kaum selbst wieder in Bargeld zurücktauschen konnten, dürften sie einen oder mehrere Komplizen gehabt haben.

Diese sind dann vermutlich mit den Jetons in die Spielbank gegangen und haben diese beim Verlassen an der Kasse wieder in Bargeld zurückwechseln lassen. Wie genau die beiden Täter vorgingen, dazu gibt es von der Staatsanwaltschaft keine näheren Angaben. Es sei noch nicht abzusehen, ob und wann gegen die Männer Anklage erhoben werde, erklärte Staatsanwaltschafts-Sprecher Wied.

Es sei zudem noch unklar, wer der Hauptverantwortliche für die Tat sei. Die beiden Männer sollen einen Schaden im fünfstelligen Euro-Bereich verursacht haben, sagte Wied. Keine Stellungnahme Bei der Kurhessische Spielbank Kassel/Bad Wildungen GmbH & Co. KG wollte sich trotz mehrfacher Nachfrage niemand zu dem für die Spielbank höchst unangenehmen Fall äußern.

Die Zurückhaltung hat womöglich auch damit zu tun, dass in der legalen Glücksspiel-Branche wohl auch auf unterschlagenes Geld Spielbankabgaben gezahlt werden müssen. Das gilt beispielsweise auch dann, wenn sich eine Spielbank Falschgeld unterjubeln lässt.

Ein großer Teil des Bruttospielertrags aus der Spielbank Kassel und der Dependance des Unternehmens in Bad Wildungen geht an das Land Hessen und die Städte Kassel und Bad Wildungen. Weil die Spielbank schweigt, ist auch nicht bekannt, wie die beiden Mitarbeiter aufgeflogen waren.
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