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Im bislang größten europäischen Fußball-Wettskandal will die Bochumer Staatsanwaltschaft gegen mehrere Beschuldigte Anklage erheben. Das bestätigte der Sprecher der Behörde, Oberstaatsanwalt Bernd Bienioßek, auf Anfrage.
Die Ermittlungen und Geständnisse mehrerer Beschuldigter in Deutschland hatten zuletzt in der Türkei eine Festnahmewelle ausgelöst. Die Ermittler waren im vergangenen November von 200 manipulierten Spielen in neun Ländern ausgegangen. Nach Angaben der «Süddeutschen Zeitung» sind von den 15 im vergangenen November festgenommenen Verdächtigen noch zehn in Untersuchungshaft. Zum Zeit- und Strafrahmen der Verfahren äußerte sich Bienioßek nicht. Die Manipulationen im Betrugsskandal sollen bis in die Champions-League und in die Europa-League reichen. In Deutschland sind die 2. und 3. sowie die Regional- und Oberliga betroffen. Die Wettbetrüger sollen Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Offizielle bestochen haben, um Spielausgänge zu beeinflussen. Anschließend sollen die Beschuldigten hohe Geldbeträge bei europäischen und asiatischen Wett-Anbietern gesetzt haben. Die ehemaligen Spieler Marcel Schuon und Thomas Cichon vom VfL Osnabrück hatten bestätigt, dass sie zu Manipulationen eines Fußballspiels aufgefordert worden seien. Schuon hatte sich nach Angaben seines Anwaltes der «Verbrechensabrede» schuldig gemacht, zur Manipulation sei es aber nicht gekommen. Auch der langjährige Abwehrchef Cichon hatte in Interviews Kontakt zur Wettmafia zugegeben, einen Betrug aber bestritten. |
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