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Alt 05.08.2006, 03:04   #2 (permalink)
Roulette
Casinospieler
 
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Analyse der Garcia-Strategie und Satztechnik "Tiers et tout" (Ein Drittel und der Rest)

Oberflächlich betrachtet erscheint das Konzept des legendären Roulette-Millionengewinners Thomas Garcia sehr simpel. Er hatte einfach eine unglaublich lange Glückssträhne und viel Reservekapital - sagt man im Nachhinein. Andererseits trieb er mehrere kapitalstarke Spielbanken nahezu in den Ruin. Es fehlte nicht viel, dann hätte Garcia die traditionelle Spielbank in Bad Homburg komplett "kaputt" gespielt. Das Casino in Monte Carlo verlor zeitweise ebenfalls einen großen Teil der Kapitalreserven.

Analysiert man die Garcia-Satztechnik "Tiers et tout" etwas tiefgründiger, dann eröffnet sich dem Roulette-Tüftler ein sehr ausbaufähiger Ansatzpunkt zur Ergebnisverbesserung beim Roulette. Das ursprüngliche Drittel/Zweidrittel-Prinzip mit schrittweiser Überlagerung bis zum Maximum lässt sich in verschiedener Form optimieren (z.B. Streckung auf drei oder mehr Versuche je Kapitalmasse, phasenweise Streckung von zwei auf drei und mehr Versuche je Masse) und mit komplexeren Märschen bzw. Tendenzanpassungen kombinieren. Die verfeinerte Garcia-Spielweise ist ebenfalls nichts anderes als ein Variables Paroli, denn die Gewinnsätze werden nicht komplett stehen gelassen und in nur einem Versuch neu riskiert, sondern durch Stufenüberlagerung auf zwei oder mehr nachfolgende Satzcoups aufgeteilt. Der stets drohende Zwischenverlust wird somit ganz bewusst mit einkalkuliert. Die Satztechnik ist darauf zugeschnitten und kann durch die gestreckte Überlagerung mehr vereinzelte Minuscoups in kurzer Abfolge absorbieren. Problematisch bleibt im Anfangsverlauf lediglich die Zweier-oder höhere Minusserie.

Wendet man die Garcia-Taktik jedoch in der flacher gestreckten Form an (möglichst sogar inclusive dem Abschöpfungsverfahren mittels "Reservefond" - nach einigen erfolgreichen Stufen ist das ursprüngliche Risikokapital nicht mehr im Spiel) und verbreitert die Überlagerungsstufen nach und nach, dann kann man im späteren Verlauf der optimierten Garcia-Progression auch 3er oder sogar 4er Minusserien überbrücken, ohne dass die ursprüngliche Kapitalmasse verloren geht. Natürlich stößt man bei diesem Abflachungsverfahren nicht mehr in wenigen Stufen bis in den Maximumbereich vor, aber man kann über sehr lange Permanenzstrecken erfolgreich im Spiel bleiben und wird deutlich seltener die sogenannten "Platzer" erleben. Dieses Verfahren des überlagerten Anwachsens kleiner Anfangs-Kapitalmassen lässt sich zudem mit einer stufenweisen überlagerten Erhöhung der Ausgangsmassen kombinieren. Auf diese Weise ergibt sich eine sehr mächtige Progression, bei der die Bezeichnung "Variables Paroli" (in Kombination mit kurzstufiger Verlustprogression) zutreffend ist.

Bei einer gestreckten Garcia-Variante könnte es z.B. drei Satzmöglichkeiten je Progressionsstufe geben. Trifft man direkt im ersten Versuch, entwickelt sich der weitere Verlauf anders, als wenn man im zweiten oder dritten Versuch der Stufe trifft. Die Kapitalreserve kann in einem Fall ausreichend hoch sein, um den ersten Drittelsatz (oder Viertel-Einsatz bei größerer Streckung) bereits mit erhöhtem Einsatz tätigen zu können. Im anderen Fall (Treffer erst im zweiten oder dritten Satz der Garcia-Satzstufe) kann es teilweise zur Stagnation oder geringerem Ansteigen der Einsätze kommen. Das Teilparoli bleibt somit variabel und nicht starr berechenbar.
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